Jahr: (2022)

ECONtribute Wirtschaftspodcast, 13.10.2022 | Host: Carolin Jackermeier

„Wo liegt die Grenze zwischen populistischer Meinung, Verschwörungstheorie und FakeNews? Können Zuschauende Fakten und Meinungen immer klar trennen? Und wie wird sich der meinungsgetriebene Medienkonsum zukünftig entwickeln? Christopher Roth, Professor bei ECONtribute an der Universität zu Köln, hat in verschieden Studien den Medienkonsum von polarisierenden US-Meinungsshows und dessen Auswirkungen analysiert. Wir sprechen darüber, warum populistische Meinungsbeiträge das Entstehen von Fake News begünstigen kann, woran es liegt, dass immer mehr Menschen klassischen Nachrichten misstrauen und ob sich dies in naher Zukunft ändern lässt. In dieser Folge geht es um Meinungen, Polarisierung und (falsche) Fakten.“

Wirtschaftswoche, 17.09.2022 | Axel Ockenfels

„Durch die hohen Gaspreise können Kohlekraftwerke, Kernkraftwerke und erneuerbare Energien, die kein Erdgas verwenden, sehr hohe Gewinne machen. Der Grund ist, dass die Gaskraftwerke den Preis für den gesamten Markt bestimmen, wenn sie für die Versorgung benötigt werden. […] In dem am 1. September 2022 publik gemachten „Non-paper on Emergency Electricity Market Interventions“ wird ein Preiscap auf inframarginal produzierten Strom im Spotmarkt vorgeschlagen. […] Die Bundesregierung hat sich am 3. September 2022 in einem Maßnahmenpaket ebenfalls für eine Begrenzung von „Zufallsgewinnen“ ausgesprochen.“

Der Spiegel, 19.08.2022 | Benedikt Müller-Arnold, Isabell Hülsen & Axel Ockenfels

„Gas zu sparen, ist das Gebot der Stunde. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, lassen keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen. […] Der größte Gasverbraucher Deutschlands ist allerdings die Industrie, auf die derzeit auch die größten Einsparungen zurückgehen. […] Betriebe bräuchten Vorlauf und Verlässlichkeit, um ihre Produktion umzustellen oder zu drosseln, wenn sie größere Mengen sparen wollen.“

Project Syndicate, 07.10.2022 | Clemens Fuest & Axel Ockenfels

„The energy crisis incited by Russia’s war in Ukraine has triggered intense debates in many countries about whether the windfall profits that energy companies are now making should be taxed. […] Unless managed properly, any windfall profits tax that is imposed could make today’s energy shortages even worse. […] Additional profit taxes can be introduced in the energy sector in various ways, but a fundamental question is how to define the profits that are to be taxed.“

Kölner Universitätsmagazin, 06.10.2022 | Charlotte Pekel

„Dr. Anna Bindler […] untersucht auf dem Gebiet der Economics of Crime, warum Menschen zu Opfern oder Täter*innen werden, und wie sich das verhindern lässt. Sie schaut sich dabei wirtschaftliche Ursachen an und berechnet die Kosten von Kriminalität – für einzelne Menschen und die ganze Gesellschaft. […] Die Wirtschaftswissenschaft hat bislang vor allem auf die Täter*innen geschaut. Anna Bindler interessiert die andere Seite: Sie will herausfinden, warum Menschen zu Opfern von Kriminalverbrechen werden und welche Konsequenzen sich für sie daraus ergeben.“

Euractiv, 08.09.2022 | Axel Ockenfels

„[…] There appears to be a more straightforward and much less intrusive way to use the wholesale electricity market to skim the windfall profits of the gas crisis: Tax the revenues from inframarginal power production, but only when gas-fired power plants are marginal. Because the tax is levied only when gas-fired power plants are operating, the tax effectively skims (only) the windfall profits from high gas prices. Of course, the net price paid to inframarginal producers must remain above the marginal costs of supply. Then, all available low-cost generation capacities deliver electricity whenever gas-fired plants set a high market price, implying that all windfall profits are equally affected, regardless of what contracts underlie them or where trade occurs.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2022 | Johannes Pennekamp & Axel Ockenfels

„[…] Greift man in den Markt ein, zerstört man den Anreiz für diesen Anpassungsprozess, sagen Kritiker. Ökonom Ockenfels hält das Problem im Fall des Strommarktes für vernachlässigbar, da in erster Linie die Politik, zum Beispiel mit dem Kohle- und Atomausstieg, darüber entscheidet, wer in den Markt ein- und austreten kann. Bei aller aktuellen Kritik am Strommarktdesign darf nicht vergessen werden, dass der deutsche Strommarkt vor der Li­beralisierung 1998 keineswegs besser funktioniert hat. Im Gegenteil – Ökonom Ockenfels bilanziert: „Der europäische Markt hat sich gut entwickelt, auch im in­ternationalen Vergleich.““

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2022 | Hendrik Kafsack, Johannes Pennekamp & Axel Ockenfels

„[…] Die Idee, die Gewinne der Erzeuger mit niedrigen Betriebskosten abzuschöpfen, gleicht dem Ansatz, den der Ökonom Axel Ockenfels, ein Fachmann für Strommärkte, in der F.A.Z. vorgelegt hat. Der Direktor des Kölner Laboratoriums für Wirtschaftsforschung schlägt vor, Strom, der nicht in Gaskraftwerken erzeugt wird, stärker zu besteuern als den aus Gaskraftwerken. Um die Idee hinter den Ansatz von Ockenfels wie auch der Kommission zu verstehen, hilft ein Blick auf das Design des Strommarktes. Die hohen Gaspreise machen den in Gaskraftwerken produzierten Strom extrem teuer. Genau die sind für die Sicherstellung der Stromversorgung momentan aber unverzichtbar, weil es zu wenig (französische) Atomkraft und Wasserkraft gibt und die hohen Temperaturen die Stromnachfrage für das Kühlen nach oben getrieben haben.“

Der Spiegel, 08.09.2022 | Susanne Götze, Isabell Hülsen, Benedikt Müller-Arnold & Axel Ockenfels

„[…] Der Ökonom Axel Ockenfels betont daher, dass Erlöse am Spotmarkt nicht ohne Weiteres mit Gewinnen der Unternehmen gleichzusetzen sind, da viele Kraftwerke ihren Strom schon vor der Energiekrise zu niedrigen Preisen verkauft haben. Würde der Staat Zufallsgewinne nur auf dem Spotmarkt abschöpfen, hätten Anbieter überdies einen Anreiz, ihre Mengen über andere Wege zu verkaufen. »Die Abschöpfung müsste sich an der Stromproduktion orientieren, nicht an Verträgen oder bestimmten Plattformen«, sagt Ockenfels.“

Handelsblatt, 05.09.2022 | Silvana Tiedemann, Lion Hirth & Axel Ockenfels

„[…] Da fast die Hälfte des Erdgases in Deutschland von Privathaushalten, Büros und Kleingewerbebetrieben zum Heizen und für die Bereitstellung von Warmwasser verbraucht wird, lautet eine der dringendsten energiepolitischen Fragen dieser Tage: Wie können wirksame, verständliche und gerechte Anreize geschaffen werden, die Menschen zum Energiesparen bewegen? Hier kommen die Energieunternehmen selbst ins Spiel. Sie können einfach und unbürokratisch zusätzliche Sparanreize schaffen: durch Einsparprämien. Versorger sollten ihre Kunden bezahlen, wenn sie ihren Energieverbrauch reduzieren.“

Axel Ockenfels präsentiert einen einfachen und den Markt wenig verzerrenden Vorschlag zum Thema „Wie kann der Stromgroßhandelsmarkt genutzt werden, um …

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2022 | Julia Löhr, Johannes Pennekamp & Axel Ockenfels

“ […] Eine Übergewinnsteuer scheint für die Regierung also ein Tabu zu sein – eine Reform des Strommarktes, die zu ähnlichen Ergebnissen führt, aber nicht. Wie könnte eine solche Reform konkret aussehen? Der Ökonom Axel Ockenfels, ein Experte für Strommärkte und gefragter Berater der Berliner Politik, hat diese bereits ausbuchstabiert. Kurz zusammengefasst, schlägt der Direktor des Kölner Laboratoriums für Wirtschaftsforschung vor, Strom, der nicht in Gaskraftwerken erzeugt wird, stärker zu besteuern als solchen aus Gaskraftwerken.“

Der Wissenschaftliche Beirat des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz hat sich mit einem offenen Brief an Minister Robert Habeck …

Handelsblatt, 09.08.2022 | Matthias Sutter, Dirk Sliwka, Peter Werner & Axel Ockenfels

„Kürzlich berichtete mir ein Vorstandsmitglied, dass sein mittelständisches Unternehmen die jährlichen Bonuszahlungen abgeschafft habe. Mitarbeiter hätten sich immer wieder zu wenig wertgeschätzt gefühlt, wenn sie etwa in einem Jahr nur 1900 Euro statt der gewohnten 2000 Euro erhalten hätten. […] Jedoch ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Das führt zu negativer Stimmung, wenn Bonuszahlungen geringer als erwartet ausfallen. […] Die Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels, Dirk Sliwka und Peter Werner haben das mit Daten eines international tätigen deutschen Unternehmens belegt.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2022 | Clemens Fuest & Axel Ockenfels & Achim Wambach & Georg Zachmann

„Man kann […] unterschiedlicher Meinung sein, was die richtige Energiestrategie ist. […] Das Problem ist, dass die EU-Mitgliedstaaten zwar gemeinsam mehrere Sanktionspakete gegenüber Russland beschlossen haben, sich aber gerade im Energiesektor eher unkoordiniert auf nationale und sektorspezifische Abwägungen fokussieren. […] Putins Strategie ist eine Reaktion der daraus resultierenden Verwundbarkeiten. Europa sollte das Heft des Handelns wieder in die eigene Hand nehmen. Das setzt voraus, dass die Europäer bereit sind, im Energiesektor nationale Interessen hintanzustellen und gemeinsam zu handeln.“

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Wie können Maschinen Pflanzenbilder für die Landwirtschaft der Zukunft malen? Sind Krankheiten vorprogrammiert? Welche Rolle spielt die Kultur für unterschiedlich …

Der von Anna Bindler und Clemens Kroneberg organisierte ECONtribute Research Workshop bringt Ökonomen, Soziologen und Kriminologen zusammen, um ihre Arbeiten …

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2022 | Ralph Bollmann, Marcus Theurer & Axel Ockenfels

„[…] „Es gibt Hinweise, dass viele Bürger unterschätzen, was an Preissteigerungen noch auf sie zukommt“, sagt der Kölner Verhaltensökonom und Regierungsberater Axel Ockenfels. Umfragen zeigten immer wieder, dass die Mehrheit das Ausmaß der Energiekosten-Inflation unterschätze, was wiederum der Motivation zum Sparen schade. […] Ockenfels und andere Wirtschaftsforscher empfehlen seit Monaten, die Regierung solle Energiesparer belohnen: Wer weniger verbraucht als im Vorjahr, soll dafür einen Bonus bekommen. „Das könnte schnell verwirklicht werden und noch vor dem Winter Einspareffekte bringen“, erwartet der Ökonom.“

ECONtribute Wirtschaftspodcast, 21.07.2022 | Host: Carolin Jackermeier

„Wie viel kostet Kriminalität die Gesellschaft? Wie wirken sich Verbrechen langfristig auf die Karriere von Opfern aus? Und was hat Kriminalität eigentlich mit Wirtschaftsforschung zu tun? Anna Bindler, Professorin bei ECONtribute an der Universität zu Köln, forscht aus ökonomischer Sicht zu Kriminalität. In einer Studie hat sie analysiert, welche wirtschaftlichen Folgen Opfer von Verbrechen tragen. Wir sprechen darüber, wie sich Kosten von Kriminalität messen lassen, welche Arbeitsmarktfolgen Verbrechen für Oper im Schnitt haben und wie diese effektiv vermindert werden können. In dieser Folge geht es um Kriminalität, Kosten und Kausalität.“

Auf einer Plattform zur CO2-Kompensation von Flugreisen können Voreinstellungen bewirken, dass sich ein hoher Prozentsatz der Kund:innen dazu entscheidet, eine …

Der Spiegel, 25.06.2022 | Axel Ockenfels & Georg Zachmann

„[…] Ein möglicher Schachzug wäre, Russland anzubieten, der EU eine erwünschte Menge (etwa ein Drittel der üblichen Jahreslieferungen) zu einem für beide Seiten wirtschaftlich akzeptablen Preis (etwa in der Größenordnung wie vor dem Angriffskrieg) zu verkaufen. Wird das Angebot abgelehnt, kommt es zu einem kompletten Lieferstopp. Russland stünde so faktisch vor der Entscheidung, heute und auch zukünftig kein Gas in Europa mehr verkaufen zu können. Oder aber seine bestehende Infrastruktur weiternutzen und weiter Gewinne erzielen zu können – die allerdings durch die EU auf ein ökonomisch „normales“ Maß heruntergestaucht würden.“

Handelsblatt, 06.06.2022 | Axel Ockenfels & Achim Wambach

„[…] die jüngsten Lieferausfälle [entsprechen] aber der Logik des strategischen Verhaltens Russlands. […] Solche Schachzüge sind kein „Gamechanger“. Sie sind vielmehr Teil einer schlüssigen Strategie im Spiel mit dem Ziel, die politischen und ökonomischen Verwundbarkeiten des Westens in dem Gaskonflikt auszunutzen. […] Europa muss umdenken und seine Verhandlungsposition in dem Gaskonflikt stärken. […] Dafür empfiehlt sich zum Beispiel die Vorbereitung von Zöllen für russische Öllieferungen und die Vorbereitung eines europäischen Preis-Ultimatums auf russische Gaslieferungen. Diese und andere Maßnahmen verbessern die Verhandlungsposition […].“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2022 | Axel Ockenfels & Georg Zachmann

„Die beiden drängendsten Herausforderungen der gegenwärtigen Gaskrise stellen sich auf europäischer Ebene. Erstens müssen alle europäischen Gasspeicher bis zum Winter schnell weiter gefüllt werden, und zweitens muss für eine Gasmangellage ein glaubwürdiger Mechanismus für die Verteilung des Gases über die Grenzen der Mitgliedstaaten hinweg gefunden werden. […] Moderne Auktionsregeln […] können dafür sorgen, dass die Marktmacht der Gasanbieter soweit möglich diszipliniert wird, der Gaseinkauf effizient […] verteilt wird und die Speicherbefüllung auch in besonders kritischen Regionen […] gelingt.“

Süddeutsche Zeitung, 28.05.2022 | Sebastian Herrmann

„In der Corona-Pandemie, in Fragen des Klimawandels und des Krieges in der Ukraine ergibt sich die gleiche Situation: Im Prinzip verfügen alle über die fast gleichen Informationen und streiten bitter über die Auslegung. Das menschliche Denken, die Wahrnehmung, das Erinnern und das Urteilen weichen oft systematisch davon ab, was rational wäre (was schwer genug zu definieren ist). Menschen vertrauen unbewusst auf sogenannte Heuristiken, nutzen also mentale Faustregeln. „Es gibt weit mehr als 100 Bias beziehungsweise kognitive Verzerrungen, die man finden kann“, sagt der Sozialpsychologe Andreas Glöckner von der Universität Köln. […] Lässt sich das Denken wenigstens hin und wieder aus den Bias-Gehegen hinausführen? Schwierig – und vermutlich stark abhängig davon, um welchen Effekt es konkret geht. Der Sozialpsychologe Glöckner bietet zum Beispiel Schulungen für Richter an, für die der Anker-Effekt eine wesentliche Rolle spielt.“

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