Person: Ockenfels, Axel

ECONtribute – Der Wirtschaftspodcast, 21.09.2021 | Axel Ockenfels

„Wieso schaffen wir es trotz eindringlicher Warnungen der Wissenschaft bisher nicht, den Klimawandel zu bekämpfen? Warum scheitern internationale Klimaabkommen? Und was kann Deutschland alleine überhaupt gegen den Klimawandel ausrichten? Diese und weitere Fragen beantwortet Axel Ockenfels, Professor bei ECONtribute an der Universität zu Köln, in der aktuellen Folge des ECONtribute Wirtschaftspodcasts […] Im Gespräch erklärt er, was in der deutschen Klimapolitik falsch läuft, warum es naiv wäre zu glauben, dass andere im Klimaschutz einfach mitziehen und wie ein internationaler CO2-Preis dieses Problem lösen kann.“

2020 erhielten Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson den Wirtschaftsnobelpreis für die Entwicklung neuer Auktionsformate. Auktionen wie z.B. auf …

Axel Ockenfels, Kölner Wissenschaftler und Redakteur für Behavioral Economics and Market Design im Management Science Journal, ist Mitherausgeber einer Spezialausgabe …

Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2021 | Axel Ockenfels

„In Berlin wird die politische Macht neu sortiert. Vieles spricht dafür, dass die Deutschen zum ersten Mal in ihrer Geschichte nach 1949 von einer Koalition aus drei Parteien regiert werden. […] Normalerweise würde man erwarten, dass die politische Macht in einer Koalition proportional zu den Stimmanteilen verteilt ist (Gamson’s Law). Da nun aber die beiden kleineren Parteien für eine Mehrheit dringend benötigt werden und zugleich jede der grossen Parteien jeweils entbehrlich ist, haben die Kleinen den Spiess umgedreht.“

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.10.2021 | Axel Ockenfels & Matthias Sutter

„Die Impfquote in Deutschland stagniert bei gut 60 Prozent. […] Noch Ungeimpfte können sich überzeugen lassen – nur wie? […] Wenn Aufklärungskampagnen nicht zum Erfolg führen, dann bringen Ökonomen gerne das Zauberwort „Anreize“ ins Spiel. […] Eine ganze Reihe dieser Nachteile würde eine Impflotterie vermeiden, für die der Kölner Spieltheoretiker Axel Ockenfels gewisse Sympathien hegt […] Ockenfels bezweifelt jedoch, ob mit Lotterien viel zu machen wäre. […] Hinzu kommt ein weiterer Einwand gegenüber Belohnungen, auf den mich der Bonner Verhaltensökonom Matthias Sutter aufmerksam macht: der Mensch, wie er nun mal so ist, gewöhnt sich an die Belohnungen und nimmt sie irgendwann als selbstverständlich (und verdient) wahr. […] Das Ergebnis ist wenig schmeichelhaft für die menschliche Natur: Eine Bestrafung wirkt effizienter als eine Belohnung. […] Wenn die Anreiztheorie recht hat, müsste dann die Impfquote hochgehen.“

Handelsblatt, 29.09.2021 | Axel Ockenfels

„Neben Finanzminister und Kanzlerkandidat hat Olaf Scholz seit Sonntag einen neuen Titel: Wahlsieger. Doch obwohl die SPD stärkste Kraft geworden ist, ist die Verhandlungssituation der Sozialdemokraten nahezu genauso schlecht wie die der Union, dem Wahlverlierer. […] Weil ein rot-grün-rotes Bündnis keine Mehrheit und eine erneute Große Koalition ausgeschlossen scheint, kommen die großen Parteien nur mit der Gnade von Grünen und FDP an die Macht. […] „Es ist verhandlungsstrategisch klug, dass sich Grüne und FDP zuerst abstimmen. So können sie ihre Verhandlungsmacht bestmöglich einsetzen“, sagt der Kölner Verhaltensökonom Axel Ockenfels.“

manager magazin, 29.09.2021 | Axel Ockenfels

„Die eigentlichen Wahlsieger sind die beiden kleinen Parteien. Der tiefere Grund dafür ist, dass die großen Parteien die Große Koalition ausgeschlossen haben […] Doch vermutlich kommt es für die großen nicht ganz so schlimm. In der Praxis kann eine starke Verhandlungsmacht nur selten in Gänze ausgespielt werden. […] Die Kunst klugen Verhandelns ist es deswegen, eine Balance zwischen Kooperation und Konflikt zu finden. Das gilt übrigens auch anderswo. Bei Einkaufsauktionen in der Unternehmenswelt ist es oft empfehlenswert, nicht den letzten Cent aus den Zulieferern herauszupressen, selbst wenn dies durch clevere Bietverfahren möglich wäre. […] Es ist dieses subtile Zusammenspiel von rationaler Strategie und vertrauensvoller Zusammenarbeit, das Verhandlungen so spannend macht.“

Der C-SEB Ökonom Prof. Dr. Axel Ockenfels zählt zu den einflussreichsten Ökonomen in Deutschland. Dies ist dem diesjährigen Ökonomenranking der …

Handelsblatt, 05.08.2021 | Axel Ockenfels

„Im Handelsblatt-Interview äußert sich der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels zu der Frage, wie das Impftempo gesteigert werden kann. Von einer allgemeinen Impfpflicht hält der Ökonom wenig. Besser sei eine Impflotterie, bei der nur Geimpfte gewinnen könnten. Aber auch Verhaltenseinschränkungen für Ungeimpfte würden die Impfquoten nach oben bringen. Um künftige Pandemien schneller zu bekämpfen, rät Ockenfels, die spieltheoretischen Erkenntnisse von Marktdesignern zu nutzen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2021 | Axel Ockenfels & Peter Cramton

„Die Erfahrung aus Texas lehrt: In Dunkelflauten und extremen Phasen herrscht am Strommarkt Chaos. […] Ein Grund sei Marktversagen: „In normalen Zeiten, wenn die Versorgungslage gut ist, ist der Strompreis zu gering, um für Versorgungssicherheit in Krisenzeiten zu sorgen“, sagt Ökonom Ockenfels. […] Unter diesen Bedingungen unterhält aus freien Stücken kaum jemand ein Kraftwerk nur für kritische Phasen. […] „Den besten Kapazitätsmarkt findet man meines Erachtens im Osten der USA“, sagt Ockenfels. Anbieter verpflichteten sich dort dazu, in Knappheitssituationen eine bestimmte Strommenge liefern zu können. […] Ein solches Design kann also auch hierzulande helfen, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit unter einen Hut zu bringen.“

Der Spiegel, 28.06.2021 | Axel Ockenfels

„Märkte und Politiker können Knappheiten in einer Pandemie nicht gänzlich verhindern. […] Der Vorwurf, den man der Politik generell machen könnte, ist nicht, dass sie teilweise Fehler gemacht hat, sondern, dass sie angesichts der exorbitanten Pandemielasten zu zaghaft, zu knauserig und zu risikoscheu gehandelt hat. […] Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Belastungen der Pandemie sind schwer zu beziffern, doch die Kostenschätzungen liegen in der Größenordnung von monatlich eintausend Milliarden Dollar. […] Daher sind fast alle Maßnahmen gerechtfertigt, die die Produktion und Bereitstellung von Impfstoff potenziell beschleunigen könnten, und sei es nur um wenige Tage. Dazu gehören auch Kaufverträge über Impfstoffe, von denen man noch nicht weiß, ob sie tatsächlich funktionieren.“

Handelsblatt, 02.06.2021 | Axel Ockenfels

„In Deutschland erleiden jedes Jahr viele Menschen, die auf der Warteliste für eine Niere stehen, irreversible Gesundheitsschäden, weil kein geeignetes postmortal entnommenes Spenderorgan zur Verfügung steht. […] In einem solchen Fall könnte eine Überkreuzspende helfen. […] Aber in Deutschland wäre diese Hilfe bei Strafe für den Arzt verboten, wenn innerhalb der jeweiligen Spender-Empfänger-Paare das geforderte Näheverhältnis nicht besteht. Damit wird kriminalisiert, was ansonsten in unserer Gesellschaft als uneigennütziger Akt anerkannt wird. […] Die Überkreuzspende erhält in einer neuen Umfrage große Zustimmung, und zwar gleichermaßen in Deutschland, wo sie noch verboten ist, wie in Ländern, in denen sie erlaubt ist. Es spricht viel für eine Reform.“

Handelsblatt, 02.05.2021 | Axel Ockenfels

„Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber verpflichtet, auch für die Zeit nach 2030 Minderungsziele für Treibhausgasemissionen zu setzen. […] Doch die Sichtweise, dass es im Interesse des Klimaschutzes sei, auf Jahrzehnte hinaus unilaterale Minderungsziele festzulegen, ist oft getestet und widerlegt worden. […] Einseitige Mengenziele verpuffen zuweilen wirkungslos oder gehen sogar nach hinten los. […] Nur die Klimapolitik verlässt sich trotz vieler gescheiterter Experimente auf freiwillige Selbstverpflichtungen reicher und williger Länder für die ferne Zukunft, oft gepaart mit moralischen Apellen. Eine höchstrichterlich geforderte einseitige Selbstverpflichtung bezüglich deutscher Minderungsziele zementiert diese Strategie und mindert damit die Chancen auf internationale Kooperationen. […]“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.03.2021 | Niklas Záboji

„[Es gibt] die Idee, die schärferen EU-Klimaziele mit der Einführung eines Klimazolls zu verknüpfen. Doch aus Sicht führender deutscher Ökonomen ist das nicht ratsam. […] Stattdessen plädieren sie für die Gründung eines Klimaclubs. In diesem gäbe es einen einheitlichen Mindestpreis für CO₂ und Freihandel. […] Der Verhaltensökonom Axel Ockenfels, der an der Erstellung des Gutachtens beteiligt war, geht noch einen Schritt weiter. […] Das Prinzip der Reziprozität hält er für entscheidend […]. Es müsse vor allem darum gehen, die anderen Länder ins Boot zu holen.“

Süddeutsche Zeitung, 22.03.2021 | Michael Bauchmüller

„Je mehr die Europäer für den Klimaschutz tun, desto mehr treibt sie auch die Angst vor Nachteilen im internationalen Wettbewerb um. […] Der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums hat sich mit dieser Frage befasst, das Gutachten liegt der Süddeutschen Zeitung vor. Darin empfiehlt eine fünfköpfige Arbeitsgruppe nicht nur die Einführung eines […] CO₂-Preisausgleichs, sondern, gewissermaßen als Vorbedingung, die Gründung eines „Klimaclubs“. […] An diesem Montag wollen sie das Gutachten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) übergeben.“

C-SEB Sprecher Axel Ockenfels war als Mitglied der fünfköpfigen Arbeitsgruppe an der Erstellung des erwähnten Gutachtens beteiligt.

Xing, 12.03.2021 | Axel Ockenfels

„Wie können Staus zu minimalen Kosten eliminiert werden? Indem Autofahrer für die Straßennutzung möglichst exakt zahlen müssen. […] Erstmals könnte also Straßennutzung chirurgisch präzise und ökonomisch effizient bepreist werden. […] Dass ein Markt für die Straßennutzung technologisch darstellbar ist, lässt sich auch anderen Infrastrukturmärkten ablesen, die eine dynamische und effiziente Bepreisung von Netzwerken vormachen, etwa im Strombereich. […] Die dynamische Bepreisung der Straßennutzung ist nach Ansicht vieler Experten die Zukunft des Verkehrs.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2021 | Johannes Pennekamp & Christian Geinitz

„Die Debatte um den Impfstoff des Herstellers Astra-Zeneca sorgt für eine langsamere Verimpfung. Eine Studie verdeutlicht nun, wie wichtig es ist, auch weniger wirksame Impfstoffe schnellstmöglich zu verimpfen. […] Axel Ockenfels, Marktdesigner der Universität Köln, schlägt vor, dass die am Ende eines Impftages übriggebliebenen Impfstoffe an Krankenhäuser, Arztpraxen und Feuerwehren verteilt werden. Sobald diese ausgestattet sind, solle der Rest allen Impfwilligen zugänglich gemacht werden. […] Verhaltensökonom Matthias Sutter, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn, schlägt in dieselbe Kerbe: Aktuell müsse vor allem „darauf geachtet werden, dass keine Impfstoffe verschwendet werden“, sagte er.“

Handelsblatt, 25.02.2021 | Axel Ockenfels

„Risiken für die Versorgungssicherheit werden größer. Aber einem freien Strommarkt fehlen Anreize für Investitionen in die Versorgungssicherheit, warnt Axel Ockenfels. […] Märkte müssen sorgfältig ausgestaltet werden, damit sie sich resilient gegen systemische Risiken behaupten können. Das gilt für Strommärkte nicht anders als für Finanzmärkte und für digitale Plattformen. […] Stresstests wie zuletzt in Texas können unerträgliche Kosten verursachen. Kluges Marktdesign versucht, diese zu vermeiden.“

Handelsblatt, 03.02.2021 | Axel Ockenfels

„In der globalen Klimapolitik werden hehre Ziele vereinbart, aber nicht umgesetzt. Das ließe sich ändern, indem man sich auf klare Preise einigt statt auf Mengen, meint Axel Ockenfels. […] Verhandlungen über eine gemeinsame CO2-Presiuntergrenze haben die beste Chance auf Erfolg. […] Zuletzt hat sich der Internationale Währungsfonds hoffnungsvoll gezeigt, dass eine internationale CO2-Bepreisung möglich ist. Es gibt keine bessere Chance. Wir sollten sie ergreifen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2020 | Dennis Kremer

„Nachhaltigkeit ist der Trend der Stunde. Steckt dahinter mehr als Marketing? […]. Die Sache ist kompliziert. Denn was im Falle eines kompletten Ausstiegs einer Fondgesellschaft aus klimaschädlichen Unternehmen passieren würde, beschreiben die Ökonomen Axel Ockenfels und Martin Schmalz so: „Die Kurse würden zunächst fallen, damit würde es für andere attraktiver, die Investments zu kaufen.“ […] Die neue Begeisterung fürs nachhaltige Investieren ist laut Ökonom Axel Ockenfels auf einen Wohlfühleffekt zurückzuführen […] .“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.2020, Nr. 297, S. 16 | Martin Bichler, Peter Gritzmann, Peter Cramton & Axel Ockenfels

„Mit der Corona-Pandemie ist ein alter Streit um die Zuteilung von Zeitfenstern (Slots) für Landungen und Abflüge an Flughäfen neu entflammt. […] Die Lufthansa AG [erhält] im Zuge der Corona-Krise Subventionen und Kredite […]. Als Bedingung erklärte sich die Fluggesellschaft bereit, einige Slots […] freizugeben. […] Es [ist] begrüßenswert, dass sich die Europäische Kommission für ein Auktionsverfahren entschieden hat, um die Slots der Lufthansa neu zu vergeben. Sie öffnet die Tür zu mehr Wettbewerb und zu einer besseren Nutzung der Kapazität an Deutschlands überlasteten Flughäfen.“

BMWi Monatsbericht Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, 24.11.2020 | Axel Ockenfels im Interview

„Das komplexe System von klimapolitisch induzierten Abgaben, Umlagen, Subventionen und Interventionen im deutschen Stromsektor hat den Markt in vielen Bereichen verdrängt. […] Es gibt gute Gründe, warum praktisch alle Experten und Wissenschaftsakademien eine stärkere Hinwendung zur CO2-Bepreisung empfehlen. […] Die Diskussion um den europäischen Grenzausgleich ist eine exzellente Gelegenheit, eine gemeinsame CO2-Bepreisung mit anderen Regionen der Welt voranzubringen.“

Die Universität zu Köln verlieh dieses Jahr sieben Wissenschaftler*innen ihre Zukunftspreise für herausragende wissenschaftliche Leistungen in den letzten sechs Jahren. …

Handelsblatt, 14.11.2020 | Axel Ockenfels

„Die bisherigen Bemühungen um CO2-Reduktion haben nichts gebracht.[…] Erfolgversprechender wäre eine kraftvolle Forschungsförderung, die gewaltige Innovationskräfte freisetzen kann.[…] Das Ziel ist, durch Kreativität und Wettbewerb (irgend)eine grüne Technologie so günstig zu machen, dass fossile Brennstoffe wertlos werden.[…] Der Ausweg aus der Coronakrise ist eine kraftvolle Forschungsförderung […]. Die nationale Klimapolitik kann daraus lernen.“

ntv – Podcast „Ja. Nein. Vielleicht.“, 12.11.2020 | Axel Ockenfels – Interview von Verena Utikal

„Paul Milgrom und Robert Wilson haben in diesem Jahr den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen, weil sie die Auktionstheorie „verbessert“ und „neue Formate für Versteigerungen“ entwickelt haben, so die Begründung der schwedischen Akademie der Wissenschaften. Aber was bedeutet es, die Auktionstheorie zu „verbessern“? Darüber spricht Verhaltensökonomin Verena Utikal mit Axel Ockenfels von der Universität zu Köln.“

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