Person: Ockenfels, Axel

Axel Ockenfels ist zum Jahresende 2021 zum neuen Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften …

Frankfurter Allgemeine, 10.12.2021 | Axel Ockenfels

„Es ist schon richtig: Ein CO2-Preis ist nicht die Antwort auf alle Herausforderungen. Aber ohne ihn bleiben viele Anstrengungen weitgehend wirkungslos. […] Die Forschung zeigt, dass ein Fokus auf den CO2-Preis, und speziell auf einen CO2-Mindestpreis, das internationale Kooperationsproblem vereinfacht. Er ist leichter zu koordinieren als andere Maßnahmen. Er stellt Wettbewerbsneutralität her. Er ist flexibel umsetzbar, eben durch direkte Bepreisung oder Emissionshandel. Und besonders wichtig: Er erlaubt einen unmittelbaren Vergleich der nationalen Anstrengungen und erleichtert deshalb die reziproke Durchsetzung einer gemeinsamen politischen Verpflichtung. […] Internationale Kooperation ist der Dreh- und Angelpunkt erfolgreicher Klimapolitik. […] Nichts wäre wichtiger.“

Spiegel, 29.10.2021 | Axel Ockenfels

„Trotz aller Konferenzen und Abkommen, trotz Windrädern und Solardächern: Der CO2-Anteil in der Atmosphäre steigt. Was tun? Prof. Ockenfels mahnt Klimaabkommen seien die einzigen internationalen Abkommen, in denen der Aspekt der Gegenseitigkeit völlig vernachlässigt würde. Er plädiert für einen global CO2-Preis. CO2-Preise seien transparent, leicht vergleichbar, und alle seien sich einig, dass der Preis überall in etwa gleich groß sein soll. Wenn ein Land bei der Klimakooperation nicht mitmacht, könne man dessen Exporte bei der Einfuhr besteuern.“

radioWelt – Bayern 2, 03.11.2021 | Axel OckenfelsProf. Ockenfels im Gespräch mit Radiomoderator Uwe Pagels zum UN-Klimagipfel in Glasgow. Weitere …

Handelsblatt, 14.11.2021 | Axel Ockenfels

„Solange andere Weltregionen nicht den gleichen Ehrgeiz an den Tag legen, drohen massive Wettbewerbsnachteile. Die Weltklimakonferenzen vermögen dieses Problem nicht zu lösen, da die Selbstverpflichtungen der Staaten nicht verbindlich sind. Die Idee, Klimaklubs zu gründen, in denen sich gleichgesinnte Staaten verbindlich zu Emissionsreduktionen verpflichten, gewinnt daher mehr und mehr Fürsprecher. […] „Dafür müssen wir versuchen, andere Länder zum Mitmachen zu bewegen. Nichts ist wichtiger“, hatte der Kölner Verhaltensökonom Axel Ockenfels kürzlich im Interview mit dem Handelsblatt gesagt. […] Einseitige Maßnahmen könnten sogar kontraproduktiv sein, „wenn beispielsweise schmutzige Aktivitäten ins Ausland wandern oder wenn die national eingesparten fossilen Brennstoffe in andere Regionen der Welt umgeleitet werden“.“

Bei der Kick-off-Veranstaltung des CCI hält Prof. Ockenfels einen Vortrag über gerechte und wirksame Gestaltungsmöglichkeiten der globalen Klimapolitik. Unter anderem …

Handelsblatt – Wirtschaft einfach erklärt, 03.11.2021 | Axel OckenfelsIn der aktuellen Folge des Podcasts „Wirtschaft einfach erklärt“ des Handelsblatts wird …

Die American Energy Society empfiehlt im Vorfeld der großen COP26 Climate Change Conference in Glasgow das Paper „Focusing Climate Negotiations …

Handelsblatt, 24.10.2021 | Axel Ockenfels

„Künftige Generationen werden uns nicht fragen, welche nationalen Ziele wir uns überlegt haben, sondern was wir beigetragen haben, um die dramatische globale Entwicklung der Emissionen zu stoppen. Dafür müssen wir versuchen, andere Länder zum Mitmachen zu bewegen. […] Die wichtigste Einsicht ist, dass Kooperation eine reziproke Verpflichtung erfordert. […] es [dürfte] der internationalen Kooperation und dem Klima kaum helfen […], eine europäische Klimafestung zu etablieren und abzuschotten. Schützenswert wäre dagegen ein Klimaklub mit Europa, USA und China.“

Handelsblatt, 24.10.2021 | Axel Ockenfels

„Europäische Alleingänge im Klimaschutz können der Wirtschaft nach Überzeugung von Managern und Ökonomen erheblich schaden. Es bestehe die Gefahr, „dass sich die EU und Deutschland so weit vom Rest der Welt entfernen, dass die industrielle Wettbewerbsfähigkeit massiv beeinträchtigt wird“, sagte BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller dem Handelsblatt. […] Der Kölner Verhaltensökonom Axel Ockenfels kritisiert im Handelsblatt-Interview das Vorpreschen der EU ebenfalls als kontraproduktiv: „Wenn man auf die nächste Weltklimakonferenz fährt und dort erklärt, dass die Klimaziele unabhängig von dem Verhalten anderer Länder bereits feststehen, gibt man Verhandlungsmacht aus der Hand.“ […] Nach seiner Überzeugung kommt es darauf an, dass sich andere Länder und Regionen ebenfalls verbindliche Ziele setzen.“

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 24.10.2021 | Axel Ockenfels

„Das Bewusstsein für den Klimawandel ist bei den Menschen angekommen. Dennoch hakt es bei der Bekämpfung der Krise. Der enorme Widerspruch zwischen Moral und Ratio ist das Problem. […] Axel Ockenfels, Wirtschafts- und Verhaltensforscher aus Köln, wird nicht müde zu erklären, dass es darum geht, Gutes besser zu machen. Ist es nicht unsere moralische Verpflichtung, Herz und Hirn zu verbinden und den Kampf gegen den Klimawandel rational und nach allen Regeln der Wissenschaft zu führen? Alles zu tun für die Gründung eines Clubs der Willigen wäre etwas, auf das die Bürger ihre Regierung moralisch (und mit ihrer Stimme) verpflichten müssten. Glückt es, ist es am Ende viel mehr wert als die Erreichung deutscher Klimaziele, um die allein sich die Koalitionsklimaverhandlungen zu drehen scheinen.“

Workplacevideo Axel Ockenfels

ECONtribute – Der Wirtschaftspodcast, 21.09.2021 | Axel Ockenfels

„Wieso schaffen wir es trotz eindringlicher Warnungen der Wissenschaft bisher nicht, den Klimawandel zu bekämpfen? Warum scheitern internationale Klimaabkommen? Und was kann Deutschland alleine überhaupt gegen den Klimawandel ausrichten? Diese und weitere Fragen beantwortet Axel Ockenfels, Professor bei ECONtribute an der Universität zu Köln, in der aktuellen Folge des ECONtribute Wirtschaftspodcasts […] Im Gespräch erklärt er, was in der deutschen Klimapolitik falsch läuft, warum es naiv wäre zu glauben, dass andere im Klimaschutz einfach mitziehen und wie ein internationaler CO2-Preis dieses Problem lösen kann.“

2020 erhielten Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson den Wirtschaftsnobelpreis für die Entwicklung neuer Auktionsformate. Auktionen wie z.B. auf …

Axel Ockenfels, Kölner Wissenschaftler und Redakteur für Behavioral Economics and Market Design im Management Science Journal, ist Mitherausgeber einer Spezialausgabe …

Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2021 | Axel Ockenfels

„In Berlin wird die politische Macht neu sortiert. Vieles spricht dafür, dass die Deutschen zum ersten Mal in ihrer Geschichte nach 1949 von einer Koalition aus drei Parteien regiert werden. […] Normalerweise würde man erwarten, dass die politische Macht in einer Koalition proportional zu den Stimmanteilen verteilt ist (Gamson’s Law). Da nun aber die beiden kleineren Parteien für eine Mehrheit dringend benötigt werden und zugleich jede der grossen Parteien jeweils entbehrlich ist, haben die Kleinen den Spiess umgedreht.“

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.10.2021 | Axel Ockenfels & Matthias Sutter

„Die Impfquote in Deutschland stagniert bei gut 60 Prozent. […] Noch Ungeimpfte können sich überzeugen lassen – nur wie? […] Wenn Aufklärungskampagnen nicht zum Erfolg führen, dann bringen Ökonomen gerne das Zauberwort „Anreize“ ins Spiel. […] Eine ganze Reihe dieser Nachteile würde eine Impflotterie vermeiden, für die der Kölner Spieltheoretiker Axel Ockenfels gewisse Sympathien hegt […] Ockenfels bezweifelt jedoch, ob mit Lotterien viel zu machen wäre. […] Hinzu kommt ein weiterer Einwand gegenüber Belohnungen, auf den mich der Bonner Verhaltensökonom Matthias Sutter aufmerksam macht: der Mensch, wie er nun mal so ist, gewöhnt sich an die Belohnungen und nimmt sie irgendwann als selbstverständlich (und verdient) wahr. […] Das Ergebnis ist wenig schmeichelhaft für die menschliche Natur: Eine Bestrafung wirkt effizienter als eine Belohnung. […] Wenn die Anreiztheorie recht hat, müsste dann die Impfquote hochgehen.“

Handelsblatt, 29.09.2021 | Axel Ockenfels

„Neben Finanzminister und Kanzlerkandidat hat Olaf Scholz seit Sonntag einen neuen Titel: Wahlsieger. Doch obwohl die SPD stärkste Kraft geworden ist, ist die Verhandlungssituation der Sozialdemokraten nahezu genauso schlecht wie die der Union, dem Wahlverlierer. […] Weil ein rot-grün-rotes Bündnis keine Mehrheit und eine erneute Große Koalition ausgeschlossen scheint, kommen die großen Parteien nur mit der Gnade von Grünen und FDP an die Macht. […] „Es ist verhandlungsstrategisch klug, dass sich Grüne und FDP zuerst abstimmen. So können sie ihre Verhandlungsmacht bestmöglich einsetzen“, sagt der Kölner Verhaltensökonom Axel Ockenfels.“

manager magazin, 29.09.2021 | Axel Ockenfels

„Die eigentlichen Wahlsieger sind die beiden kleinen Parteien. Der tiefere Grund dafür ist, dass die großen Parteien die Große Koalition ausgeschlossen haben […] Doch vermutlich kommt es für die großen nicht ganz so schlimm. In der Praxis kann eine starke Verhandlungsmacht nur selten in Gänze ausgespielt werden. […] Die Kunst klugen Verhandelns ist es deswegen, eine Balance zwischen Kooperation und Konflikt zu finden. Das gilt übrigens auch anderswo. Bei Einkaufsauktionen in der Unternehmenswelt ist es oft empfehlenswert, nicht den letzten Cent aus den Zulieferern herauszupressen, selbst wenn dies durch clevere Bietverfahren möglich wäre. […] Es ist dieses subtile Zusammenspiel von rationaler Strategie und vertrauensvoller Zusammenarbeit, das Verhandlungen so spannend macht.“

Der C-SEB Ökonom Prof. Dr. Axel Ockenfels zählt zu den einflussreichsten Ökonomen in Deutschland. Dies ist dem diesjährigen Ökonomenranking der …

Handelsblatt, 05.08.2021 | Axel Ockenfels

„Im Handelsblatt-Interview äußert sich der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels zu der Frage, wie das Impftempo gesteigert werden kann. Von einer allgemeinen Impfpflicht hält der Ökonom wenig. Besser sei eine Impflotterie, bei der nur Geimpfte gewinnen könnten. Aber auch Verhaltenseinschränkungen für Ungeimpfte würden die Impfquoten nach oben bringen. Um künftige Pandemien schneller zu bekämpfen, rät Ockenfels, die spieltheoretischen Erkenntnisse von Marktdesignern zu nutzen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2021 | Axel Ockenfels & Peter Cramton

„Die Erfahrung aus Texas lehrt: In Dunkelflauten und extremen Phasen herrscht am Strommarkt Chaos. […] Ein Grund sei Marktversagen: „In normalen Zeiten, wenn die Versorgungslage gut ist, ist der Strompreis zu gering, um für Versorgungssicherheit in Krisenzeiten zu sorgen“, sagt Ökonom Ockenfels. […] Unter diesen Bedingungen unterhält aus freien Stücken kaum jemand ein Kraftwerk nur für kritische Phasen. […] „Den besten Kapazitätsmarkt findet man meines Erachtens im Osten der USA“, sagt Ockenfels. Anbieter verpflichteten sich dort dazu, in Knappheitssituationen eine bestimmte Strommenge liefern zu können. […] Ein solches Design kann also auch hierzulande helfen, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit unter einen Hut zu bringen.“

Der Spiegel, 28.06.2021 | Axel Ockenfels

„Märkte und Politiker können Knappheiten in einer Pandemie nicht gänzlich verhindern. […] Der Vorwurf, den man der Politik generell machen könnte, ist nicht, dass sie teilweise Fehler gemacht hat, sondern, dass sie angesichts der exorbitanten Pandemielasten zu zaghaft, zu knauserig und zu risikoscheu gehandelt hat. […] Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Belastungen der Pandemie sind schwer zu beziffern, doch die Kostenschätzungen liegen in der Größenordnung von monatlich eintausend Milliarden Dollar. […] Daher sind fast alle Maßnahmen gerechtfertigt, die die Produktion und Bereitstellung von Impfstoff potenziell beschleunigen könnten, und sei es nur um wenige Tage. Dazu gehören auch Kaufverträge über Impfstoffe, von denen man noch nicht weiß, ob sie tatsächlich funktionieren.“

Handelsblatt, 02.06.2021 | Axel Ockenfels

„In Deutschland erleiden jedes Jahr viele Menschen, die auf der Warteliste für eine Niere stehen, irreversible Gesundheitsschäden, weil kein geeignetes postmortal entnommenes Spenderorgan zur Verfügung steht. […] In einem solchen Fall könnte eine Überkreuzspende helfen. […] Aber in Deutschland wäre diese Hilfe bei Strafe für den Arzt verboten, wenn innerhalb der jeweiligen Spender-Empfänger-Paare das geforderte Näheverhältnis nicht besteht. Damit wird kriminalisiert, was ansonsten in unserer Gesellschaft als uneigennütziger Akt anerkannt wird. […] Die Überkreuzspende erhält in einer neuen Umfrage große Zustimmung, und zwar gleichermaßen in Deutschland, wo sie noch verboten ist, wie in Ländern, in denen sie erlaubt ist. Es spricht viel für eine Reform.“

Handelsblatt, 02.05.2021 | Axel Ockenfels

„Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber verpflichtet, auch für die Zeit nach 2030 Minderungsziele für Treibhausgasemissionen zu setzen. […] Doch die Sichtweise, dass es im Interesse des Klimaschutzes sei, auf Jahrzehnte hinaus unilaterale Minderungsziele festzulegen, ist oft getestet und widerlegt worden. […] Einseitige Mengenziele verpuffen zuweilen wirkungslos oder gehen sogar nach hinten los. […] Nur die Klimapolitik verlässt sich trotz vieler gescheiterter Experimente auf freiwillige Selbstverpflichtungen reicher und williger Länder für die ferne Zukunft, oft gepaart mit moralischen Apellen. Eine höchstrichterlich geforderte einseitige Selbstverpflichtung bezüglich deutscher Minderungsziele zementiert diese Strategie und mindert damit die Chancen auf internationale Kooperationen. […]“

Unsere Partner