Der Spiegel, 08.09.2022 | Susanne Götze, Isabell Hülsen, Benedikt Müller-Arnold & Axel Ockenfels
„[…] Der Ökonom Axel Ockenfels betont daher, dass Erlöse am Spotmarkt nicht ohne Weiteres mit Gewinnen der Unternehmen gleichzusetzen sind, da viele Kraftwerke ihren Strom schon vor der Energiekrise zu niedrigen Preisen verkauft haben.
Würde der Staat Zufallsgewinne nur auf dem Spotmarkt abschöpfen, hätten Anbieter überdies einen Anreiz, ihre Mengen über andere Wege zu verkaufen. »Die Abschöpfung müsste sich an der Stromproduktion orientieren, nicht an Verträgen oder bestimmten Plattformen«, sagt Ockenfels.“
Handelsblatt, 05.09.2022 | Silvana Tiedemann, Lion Hirth & Axel Ockenfels
„[…] Da fast die Hälfte des Erdgases in Deutschland von Privathaushalten, Büros und Kleingewerbebetrieben zum Heizen und für die Bereitstellung von Warmwasser verbraucht wird, lautet eine der dringendsten energiepolitischen Fragen dieser Tage: Wie können wirksame, verständliche und gerechte Anreize geschaffen werden, die Menschen zum Energiesparen bewegen?
Hier kommen die Energieunternehmen selbst ins Spiel. Sie können einfach und unbürokratisch zusätzliche Sparanreize schaffen: durch Einsparprämien. Versorger sollten ihre Kunden bezahlen, wenn sie ihren Energieverbrauch reduzieren.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2022 | Julia Löhr, Johannes Pennekamp & Axel Ockenfels
“ […] Eine Übergewinnsteuer scheint für die Regierung also ein Tabu zu sein – eine Reform des Strommarktes, die zu
ähnlichen Ergebnissen führt, aber nicht. Wie könnte eine solche Reform konkret aussehen? Der Ökonom Axel Ockenfels, ein Experte für Strommärkte und gefragter Berater der Berliner Politik, hat diese bereits ausbuchstabiert. Kurz zusammengefasst, schlägt der Direktor des Kölner Laboratoriums für Wirtschaftsforschung vor, Strom, der nicht in Gaskraftwerken erzeugt wird, stärker zu besteuern als solchen aus Gaskraftwerken.“
Handelsblatt, 09.08.2022 | Matthias Sutter, Dirk Sliwka, Peter Werner & Axel Ockenfels
„Kürzlich berichtete mir ein Vorstandsmitglied, dass sein mittelständisches Unternehmen die jährlichen Bonuszahlungen abgeschafft habe. Mitarbeiter hätten sich immer wieder zu wenig wertgeschätzt gefühlt, wenn sie etwa in einem Jahr nur 1900 Euro statt der gewohnten 2000 Euro erhalten hätten. […] Jedoch ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Das führt zu negativer Stimmung, wenn Bonuszahlungen geringer als erwartet ausfallen. […] Die Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels, Dirk Sliwka und Peter Werner haben das mit Daten eines international tätigen deutschen Unternehmens belegt.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2022 | Clemens Fuest & Axel Ockenfels & Achim Wambach & Georg Zachmann
„Man kann […] unterschiedlicher Meinung sein, was die richtige Energiestrategie ist. […] Das Problem ist, dass die EU-Mitgliedstaaten zwar gemeinsam mehrere Sanktionspakete gegenüber Russland beschlossen haben, sich aber gerade im Energiesektor eher unkoordiniert auf nationale und sektorspezifische Abwägungen fokussieren. […] Putins Strategie ist eine Reaktion der daraus resultierenden Verwundbarkeiten. Europa sollte das Heft des Handelns wieder in die eigene Hand nehmen. Das setzt voraus, dass die Europäer bereit sind, im Energiesektor nationale Interessen hintanzustellen und gemeinsam zu handeln.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2022 | Ralph Bollmann, Marcus Theurer & Axel Ockenfels
„[…] „Es gibt Hinweise, dass viele Bürger unterschätzen, was an Preissteigerungen noch auf sie zukommt“, sagt der Kölner Verhaltensökonom und Regierungsberater Axel Ockenfels. Umfragen zeigten immer wieder, dass die Mehrheit das Ausmaß der Energiekosten-Inflation unterschätze, was wiederum der Motivation zum Sparen schade. […] Ockenfels und andere Wirtschaftsforscher empfehlen seit Monaten, die Regierung solle Energiesparer belohnen: Wer weniger verbraucht als im Vorjahr, soll dafür einen Bonus bekommen. „Das könnte schnell verwirklicht werden und noch vor dem Winter Einspareffekte bringen“, erwartet der Ökonom.“
ECONtribute Wirtschaftspodcast, 21.07.2022 | Host: Carolin Jackermeier
„Wie viel kostet Kriminalität die Gesellschaft? Wie wirken sich Verbrechen langfristig auf die Karriere von Opfern aus? Und was hat Kriminalität eigentlich mit Wirtschaftsforschung zu tun? Anna Bindler, Professorin bei ECONtribute an der Universität zu Köln, forscht aus ökonomischer Sicht zu Kriminalität. In einer Studie hat sie analysiert, welche wirtschaftlichen Folgen Opfer von Verbrechen tragen. Wir sprechen darüber, wie sich Kosten von Kriminalität messen lassen, welche Arbeitsmarktfolgen Verbrechen für Oper im Schnitt haben und wie diese effektiv vermindert werden können. In dieser Folge geht es um Kriminalität, Kosten und Kausalität.“