WirtschaftsWoche, 01.05.2016 | Hans Jakob Ginsburg
„Ökonomie-Nobelpreisträger Alvin Roth über die Leistung der deutschen Ökonomen in Boomdisziplinen der Volkswirtschaftslehre wie derexperimentelle Wirtschaftsforschung: ‘Da müssen Sie sich keine Sorgen machen: Denken Sie nur an den Spieltheoretiker Reinhard Selten, den bisher einzigen deutschen Wirtschafts-Nobelpreisträger! Oder – als ein Beispiel von vielen – an Axel Ockenfels, der als Postdoc bei mir in den USA gearbeitet hat, jetzt in Köln lehrt und international zu den bedeutendsten experimentellen Ökonomen zählt. Das Schöne ist: Nationale Grenzen spielen in unserem Fach keine Rolle mehr.’”
FAZ, 18.04.2016 | Peter Cramton, Axel Ockenfels
„Strategisches Timing spielt eine wichtige Rolle bei Auktionen und an Börsen – kann aber die Markteffizienz bedrohen. Der Hochfrequenzhandel bereitet besondere Sorgen.” Was dagegen getan werden kann, erklären Peter Cramton von der Universität Maryland und Axel Ockenfels von der Universität zu Köln.
New York Magazine, 31.03.2016 | Melissa Dahl
„You’ve been offered a promotion. […] There is, however, a teensy catch: Your new title doesn’t actually come with any more money than your current one. But think of the prestige — the power! So. Will you take it? No, you most likely would not [ …]. Across nine experiments, the researchers — from the University of Cologne, the University of Groningen, and Columbia University — consistently found that, although employees without a lot of power do indeed desire more of it, ultimately ‘gaining autonomy quenches the desire for power’. […] In one experiment, the researchers — led by Joris Lammers at the University of Cologne — guided people through the above thought experiment.”
Universität zu Köln International, 17.03.2016 | Nina Maria Kohl
„Die Lücke zwischen Wissenschaft und wirklichem Leben schließen, das versteht Axel Ockenfels unter moderner Wirtschaftswissenschaft. Mit seiner Forschung in den Bereichen Spieltheorie, Verhaltensökonomik und Marktdesign wurde er bekannt. Heute beschäftigt er sich vorwiegend mit der Frage: Welche Faktoren das menschliche Handeln beeinflussen und wie man sich die Erkenntnisse für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zunutze machen kann? […] Professor Ockenfels verbrachte das letzte Jahr teilweise an der Stanford University in den USA und berichtet im folgenden Interview von seinen Erfahrungen.”
Die Welt, 15.03.2016 | Tobias Kaiser
„Wie hat es die AfD geschafft, so viele Nichtwähler zum Wahlgang zu animieren? Das dürften sich nicht nur die Strategen der etablierten Parteien fragen. Auch Matthias Sutter, einer der profiliertesten Verhaltensökonomen hierzulande, versucht, sich einen Reim auf die Entwicklung vom Sonntag zu machen. […] ‘Aus Sicht des Wählers war der Nutzen, den er durch seinen Wahlgang stiften konnte, weit höher als vor fünf Jahren, weil sich nicht mehr ein Einheitsbrei zur Wahl gestellt hat, sondern ein viel breiteres Spektrum als vor einigen Jahren’, sagt Sutter.”
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2016 | Axel Ockenfels, Thomas Gutmann
„‘Nieren von Nahestehenden können […] häufig aufgrund von Gewebeunverträglichkeit nicht transplantiert werden. In einem solchen Fall könnte ein Nierentausch das Problem beheben. […] Doch in Deutschland ist die Überkreuzspende verboten. Damit wird kriminalisiert, was ansonsten in unserer Gesellschaft als zutiefst altruistischer Akt mit höchster sozialer Anerkennung ausgezeichnet wird.’ Axel Ockenfels und Thomas Gutmann diskutieren in diesem Beitrag das Thema Überkreuzspende.”
The Wall Street Journal, 21.02.2016 | Alina Dizik
„It turns out that quantity trumps quality when it comes to how raises motivate employees […]. In a study of library workers at the university, the researchers found that those whose wages were increased in two steps rather than one performed better work over time. ‘The fact that you get an increase increases your motivation, ’ says Dirk Sliwka, an economics professor at the University of Cologne who experimented with alternative payment structures along with two other colleagues.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2016 | Matthias Sutter
„Die Fähigkeit, sich zu gedulden, ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg unserer Kinder in der Schule und im Leben. Aber kann man Geduld gezielt fördern? Womöglich sogar schon im Kindergarten? […] Verhaltens- und Bildungsökonomen sind sich darin einig, dass Geduld ein überaus bedeutsamer Faktor für späteren Erfolg ist, insbesondere im Hinblick auf die Bildungslaufbahn.”
Forbes, 25.01.2016 | Todd Essig
„Everybody wants to have a healthy relationship with food. But it’s not so easy. […] [One] way to increase enjoyment is spending some precious and oh so limited time actually preparing what you eat. […] The study in the journal Health Psychology by Simone Dohle, Sina Rall, and Michael Siegrist was tilted ‘Does Self-Prepared Food Taste Better? Effects of Food Preparation on Liking.’ It demonstrated that when participants prepared their own healthy milkshake (raspberry and low-calorie) they liked it more than when they drank the identical shake prepared by someone else.”
Psychologie Heute, 21.01.2016 | O.A.
„Die Kölner Gesundheits- und Ernährungspsychologin Simone Dohle und ihre Züricher Kollegen und Kolleginnen wollten wissen, inwieweit sich die Zubereitung von Essen auf den Geschmack auswirkt. Dies testeten sie anhand eines Shakes. Sie teilten ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedene Gruppen ein: Ein Teil durfte den Shake nach Rezept selbst zubereiten; in der anderen Gruppe rührten nicht die Teilnehmenden, sondern die Studienleiterin den Shake an – die Probandinnen und Probanden bekamen aber auch hier das Rezept und die Zutatenliste zu sehen.”
Forbes, 09.01.2016 | Hersh Shefrin
„Like most New Year’s resolutions, the hope generated by the Paris climate accord last month will fade into disappointment. (…) A very insightful volume, published just a few months ago, lays out the missing components. The volume is titled ‘Global Carbon Pricing: We Will If You Will’, and its contributors include economists William Nordhaus, recent president of the American Economic Association who has been studying climate change for decades, and Nobel laureates Joseph Stiglitz and Jean Tirole. The authors of the introductory chapters that lay out the framework of the book are David MacKay, Peter Cramton, Axel Ockenfels, and Steven Stoft.”
ZDF Volle Kanne, 05.01.2016 | Annette Kanis
„Neues Jahr, neue Vorsätze! Zu Beginn des neuen Jahres nehmen sich die Menschen die unterschiedlichsten Dinge vor: gesünder ernähren, abnehmen,Sport treiben. Das Problem: der innere Schweinehund. (…) ‘Wie man es schafft sich nicht ständig im Hier und Jetzt verführen zu lassen, sondern tatsächlich auch langfristigen, vernunftgeleiteten Zielen zu folgen, daran forscht der Soziologe Prof. Wilhelm Hofmann.’“
Die Zeit, 30.12.2015 | Roman Pletter
„‘Wir wissen aus der verhaltensökonomischen Forschung, dass Menschen bei Verteilungsfragen nicht nur sich selbst im Blick haben. Sie schauen auch darauf, wie sie im Vergleich zu anderen dastehen. Dabei ist ihnen nicht nur wichtig, dass sie selbst nicht schlecht dastehen. Die Leute sagen auch: Andere sollen nicht zu weit hinter mich zurückfallen (…)’, sagt Verhaltensökonom Matthias Sutter in einem aktuellen Interview.”
Psychologie Heute, 22.12.2015 | Jochen Metzger
„Sie haben sich vorgenommen, weniger zu essen und zu trinken, mehr Sport zu treiben und das Leben gelassener anzugehen? Das alles kann gelingen. Versprochen! Wie können wir es schaffen, solchen Versuchungen zu widerstehen? Wilhelm Hofmann zeigt, dass Begierden einen dreistufigen Prozess durchlaufen (…). Selbstkontrolle kann auf vielfache Weise gelingen, sie kann an jeder der [drei] (…) Phasen ansetzen. Und manchmal kommt es nur darauf an, genau jene Strategie zu finden, die am besten zu einem passt.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2015 | Andreas Mihm
„Wirtschaftsführer und Ökonomen haben auf Anfragen der F.A.Z. enttäuscht auf den in Paris beschlossenen Klima-Vertrag reagiert. Sie befürchten Wettbewerbsnachteile durch fehlende Verpflichtungen der Schwellenländer. Dass die Selbstverpflichtungen der Staaten ausreichen, den Temperaturanstieg auf weniger als zwei, möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, halten die meisten Fachleute für ausgeschlossen. (…) Der Kölner Ökonom Axel Ockenfels urteilt: ‘Im Vergleich zu den Ergebnissen vorheriger Klimakonferenzen ist Paris ein Erfolg. Gemessen an den Herausforderungen des Klimawandels ein Debakel’.”
Co-operative News, 30.11.2015 | Marie-Claire Kidd
„Co-operation and co-operatives are underrepresented at COP 21, say academics and co-operators. (…) In the journal ‘Nature’, David J. C. MacKay, Peter Cramton, Axel Ockenfels and Steven Stoft say the current ‘pledge and review’ approach to cutting carbon emissions should be replaced with a co-operative approach. (…) ‘If some nations sit back and rely on others’ efforts, the incentives for anyone to act are weakened.’ (…) ‘Negotiations need to be designed to realign self-interests and promote co-operation. A common commitment can assure participants that others will match their efforts and not free-ride’.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2015 | Johannes Pennekamp
„Der Gipfel von Paris ist zumScheitern verurteilt, sagen Ökonomen. Sie haben eine Idee, wie es besser klappen könnte. (…) Anstatt über CO2-Mengen zu sprechen, sollte über einen auf der ganzenWelt einheitlichen Preis für jede ausgestoßene Tonne CO2 verhandelt werden.” Axel Ockenfels ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Köln und Gründungsdirektor des Kölner Laboratoriums für Wirtschaftsforschung.
Deutsche Welle, 27.11.2015 | Andreas Becker
„Die Verhandlungen beim UN-Klimagipfel in Paris müssen scheitern, weil die Spielregeln falsch sind, sagen Wissenschaftler. Dabei könnte alles so einfach sein, wenn man auf das Prinzip der Gegenseitigkeit setzen würde. (…) MacKay und die Ökonomen Peter Cramton, Axel Ockenfels und Steven Stoft glauben, dass sich die Kluft zwischen nationalen Interessen und globalem Klimaschutz einfach überbrücken ließe. Statt endlos über Emissionsziele zu feilschen, sollte die Weltgemeinschaft über einen global einheitlichen Preis für Kohlendioxidemissionen verhandeln – und dabei das Prinzip der Gegenseitigkeit beachten.”
Kölner Universitäts Magazin, 23.11.2015 | Eva Schissler
„Das International Faculty Program bringt renommierte Wissenschaftler aus aller Welt nach Köln und ermöglicht Studierenden und Doktoranden so einen Blick über den eigenen Tellerrand.(…) Im Exzellenz Center schmieden Axel Ockenfels und Peter Cramton (…) bereits neue Pläne: Sie wollen ein amerikanisches Market Design Netzwerk ins Leben rufen, in dem Wissenschaftler und Praktiker aus Wirtschaft und Politik sich über die neuesten Entwicklungen austauschen können. Das Kölner Center of Excellence for Social and Economic Behavior wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Jedes Jahr soll eine Konferenz stattfinden.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2015 | Heike Göbel
„Die Suche nach einem Nachfolger für Clemens Fuest als Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ist beendet. An das dritte große deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut neben dem Münchner Ifo und dem Berliner DIW wechselt demnächst der 47 Jahre alte Volkswirt und Physiker Achim Wambach. (…) Wambach hält derzeit einen Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaften an der Universität seiner Heimatstadt Köln und ist Direktor des dort angesiedelten Instituts für Wirtschaftspolitik.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2015 | Johannes Pennekamp
„Ein Durchbruch ist bei der Weltklimakonferenz in Paris nicht absehbar. Forscher sind ernüchtert – und warnen weiter. Doch welchen Stellenwert haben ihre Prognosen? Der Kölner Spieltheoretiker Axel Ockenfels (…) beklagt, dass beinahe sämtliche Erkenntnisse der Kooperationsforschung beim ‚Design‘ der UN-Verhandlungen missachtet würden. In einem Beitrag mit anderen Autoren, der kürzlich in ‚Nature‘ erschienen ist (‚Price carbon – I will if you will‘), macht er sich dafür stark, nicht auf Grundlage freiwilliger Selbstverpflichtungen der Staaten zu verhandeln, sondern einen füralle verbindlichen CO2-Preis festzulegen.“
Handelsblatt, 09.11.2015 | Malte Buhse
„Trittbrettfahrerprobleme lassen sich nur lösen, wenn die Verhandlungspartner darauf vertrauen, dass jeder seinen Beitrag leistet. Das ist auch in Paris erneut nicht der Fall, deswegen überrascht es auch nicht, dass die bisher für die Klimakonferenz vorgelegten Pläne nicht weit über das eigennützige Interesse der einzelnen Länder hinausgehen. Der renomierte Spieltheoretiker Axel Ockenfels über das Trittbrettfahrerproblem und ein Umdenken im Klimaschutz.”
Handelsblatt, 09.11.2015 | Malte Buhse
„Wenn Ende November Unterhändler aus 195 Ländern in Paris zusammenkommen, soll es endlich klappen mit einem internationalen Abkommen zum Klimaschutz. Sonst gebe es keine Chance, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, sagen Klimaforscher. Doch: Die Verhandlungen seien in ihrer aktuellen Form zum Scheitern verurteilt, schreiben vier internationale Ökonomen in der Zeitschrift ‘Nature’. Weil man falsch verhandle. (…) Axel Ockenfels und seine Koautoren fordern daher unter dem Titel ‘Price carbon – I will if you will’, man solle nicht über Einsparziele, sondern über einen weltweiten CO2-Preis verhandeln. Sie berufen sich dabei auf Erkenntnisse aus Spieltheorie und Kooperationsforschung.”
The Washington Post, 04.11.2015 | Jeff Guo
„In March, Germany became the latest country to instate boardroom quotas. (…) But even supporters of women’s equality questioned if the new law was a good idea. (…) new research into the roots of gender inequality has suggested a surprising argument for giving women an artificial boost. Experiments show that policies like quotas can draw out a substantial number of qualified, but otherwise shy women who would never have put their name in the hat. (…) ‘There’s this false assumption that affirmative action rules keep the applicant pool the same,’ says Matthias Sutter, an economics professor at the University of Cologne, who has studied this phenomenon in lab experiments. ‘(…) we find that quotas really create new incentives for high performing women to enter. They change the set of applicants. They draw in the best performing women.’”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2015 | Johannes Pennekamp
„Schädlich ist der Rundumschlag der Kritiker, wenn so eine Stimmung entsteht, in der es Ökonomen grundsätzlich schwer haben, mit ihren Argumenten durchzudringen – seien ihre Einsichten in manchen Fällen auch noch so hilfreich, um akute Probleme zu lösen. Ein Beispiel sind die anstehenden Verhandlungen über einen Weltklimavertrag. Führende Forscher wie der Kölner Ökonom Axel Ockenfels schlagen Alarm, dass die Verhandlungen zum Scheitern verurteilt sind, weil sie falsche Anreize setzen. Würde man nicht über freiwillige Selbstverpflichtungen für den Klimaschutz, sondern um einen auf der ganzen Welt geltenden Preis für CO2-Emissionen verhandeln, sei die Chance auf eine Einigung erheblich größer.”