Category: in the media

FAZ, 17/11/2017 | Ottmar Edenhofer & Axel Ockenfels

“Der Kohlenstoff bekommt nun einen Preis: In ihren freiwilligen Selbstverpflichtungen im Rahmen des Abkommens von Paris haben 81 Staaten versprochen, eine CO2-Steuer oder einen Emissionshandel einzuführen.[…] Viele Beobachter halten den Emissionshandel für einen umweltpolitischen Erfolg. In der Tat, die politisch festgelegte Obergrenze für Emissionen wurde beispielsweise in der EU eingehalten, ja sie wurde nicht einmal ausgeschöpft.[…] Klimaschutz ist zuallererst ein Problem der internationalen Kooperation; nationale Alleingänge können das Klimaproblem nicht lösen. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass die internationale Staatengemeinschaft kooperiert und Kohlenstoffpreise koordiniert.”

Stern, 08/11/2017

“Wer mit Karte zahlt, dem fließt das Geld womöglich leichter durch die Hände: Deutsche und österreichische Forscher haben herausgefunden, dass sich Konsumenten an Zahlungen mit Kredit- oder EC-Karten deutlich schlechter erinnern können als an Zahlungen mit Bargeld. “Eine genaue Erinnerung an vergangene Ausgaben wirkt sich auf die Bereitschaft aus, zukünftige Ausgaben zu tätigen”, sagte einer der Studienautoren, Holger Roschk. Deshalb brauche es neue Designs, um Ausgaben besser zu visualisieren und somit ein gesundes finanzielles Verhalten zu bestärken, so das Fazit.”

Welt am Sonntag, 17/10/2017 | Wilhelm Hofmann & Axel Ockenfels

“Was alles so herauskommen kann, wenn einer beharrlich gegen den Strom schwimmt! Der Verhaltensökonom Richard Thaler hat die höchstmögliche Auszeichnung der Ökonomen erhalten: den Alfred-Nobel-Gedächnispreis für Wirtschaftswissenschaften. Der 72-jährige Amerikaner […] hat sich seine gesamte berufliche Karriere lang der Aufgabe gewidmet, die Eigenarten menschlichen Verhaltens zu vermessen und damit die sogenannte Verhaltensökonomik (behavioral economics) mitzubegründen. Mit seinen Arbeiten hat er die Wirtschaftswissenschaften „menschlicher“ gemacht, wie es in der Begründung der Akademie heißt.”

Die Zeit, 09/10/2017 | Lukas Koschnitzke

“Richard H. Thaler hat die Wirtschaftswissenschaften menschlicher gemacht […] Jetzt hat er den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen. […] “Richard Thaler hat ganz revolutionäre Grundlagenarbeit für die Verhaltensökonomik gelegt”, sagt Axel Ockenfels, Professor an der Universität Köln und einer der international angesehensten Experten in Thalers Fachbereich. Die große Leistung des Wirtschaftsnobelpreisträgers liege darin, dass die Annahmen der klassischen Ökonomie heute viel häufiger infrage gestellt würden. […] Achim Wambach, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, lobt vor allem die typischen Verhaltensmuster, die Thaler mit seiner Forschung offengelegt habe. “In seinem Planer-Macher-Modell hat er beispielsweise gute Erklärungen dafür gefunden, wieso viele Menschen zwar langfristige Pläne machen, aber trotzdem häufig sehr kurzfristige Entscheidungen treffen”, sagt Wambach.”

Welt am Sonntag, 15/10/2017 | Wilhelm Hofmann & Axel Ockenfels

“Was alles so herauskommen kann, wenn einer beharrlich gegen den Strom schwimmt! In dieser Woche hat der Verhaltensökonom Richard Thaler die höchstmögliche Auszeichnung der Ökonomen erhalten: den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften. […] Die entscheidende Einsicht bei Thaler und seinen Mitstreitern bestand darin, die beobachteten Abweichungen von den Vorhersagen der rationalen Entscheidungstheorie als Ausdruck systematischer Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien zu begreifen, die es neu zu entdecken gälte. […] Thaler betonte insbesondere eine wichtige Erkenntnis: dass unsere Urteile und Entscheidungen oft von Dingen abhängen, die eigentlich keine Rolle spielen sollten.”

FAZ, 26/09/2017 | Judith Henke

“Ein Gehaltsbonus für erfolgreiche Teamarbeit hebt nicht nur die Moral der Mitarbeiter, sondern auch den Umsatz des Unternehmens. Das gilt besonders für Branchen, in denen Angestellte wenig verdienen. „Dann wirkt bereits die Aussicht auf etwas mehr Gehalt motivierend auf die Angestellten“, sagt Guido Friebel, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt.”

Welt am Sonntag, 24/09/2017 | Tobias Kaiser

“Die Bundestagswahl ist vorbei und die Verhandlungen beginnen. Wie sie in solche Koalitionsgespräche gehen würden, haben drei Verhandlungsexperten der WAS verraten: […] Koalitionsverhandlungen sind für Spieltheoretiker sehr schwer zu analysieren, weil Ziele und Prinzipientreue der beteiligten Politiker oft nicht klar sind, erklärt Axel Ockenfels.”

RP Online, 06/09/2017 | Antje Höning

“Ökonomen lieben Rankings von Ländern und Unternehmen. Regelmäßig werden sie aber auch selbst bewertet. […] Und es sind viele Ökonomen aus Nordrhein-Westfalen unter den Top-Forschern. So kam Axel Ockenfels (Uni Köln) auf Platz 15, beim FAZ Ranking. […] Das “Handelsblatt” stellt in seinem gestern veröffentlichten Ranking allein auf die Forschungsstärke ab und hat mehr als 3000 Volkswirte verglichen. Hier liegt Holger Strulik, Wachstums- und Gesundheitsökonom der Universität Göttingen, auf Platz eins. Aber auch NRW-Forscher sind unter den Top 20: Matthias Sutter, experimenteller Wirtschaftsforscher in Köln, und Ansgar Belke, Makroökonom von der Uni Duisburg-Essen.”

Handelsblatt, 04/09/2017 | Hans Christan Müller-Dröge

“Mehr als 3000 Ökonomen aus dem deutschsprachigen Raum wurden für das Handelsblatt-Ranking der forschungsstärksten Volkswirte berücksichtigt. Die Liste der Top 100 zeigt: Auch mit Nischen-Themen kommt man ganz nach oben. […] Am Volkswirte-Ranking, das von Forschern der Institute KOF (Zürich) und DICE (Düsseldorf) konzipiert und erstellt wird, nehmen alle zwei Jahre mehr als 3000 Forscher teil. Das Projekt wird inzwischen von einem elfköpfigen Professorenteam wissenschaftlich begleitet und von der Ökonomenvereinigung „Verein für Socialpolitik“ (VfS) unterstützt.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02/09/2017

“Um zu Deutschlands wichtigsten Ökonomen zu gehören, muss ein Wirtschaftsforscher in mindestens zwei Feldern Resonanz vorweisen können: in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit, also in Politik und Medien. […] In die Gesamtwertung aufgenommen wurde, wer in Öffentlichkeit und Forschung Spuren hinterlassen hat.”

Bento, 12/06/2017 | Pascal Dombrowicz

“Warum sind wir auf einmal so davon besessen, alles selbst zu machen? Sind wir wirklich kreativer geworden, wie es all die Magazine und Blogs versprechen, oder nur selbstverliebter? […] Es gibt Studien, die sich mit genau diesen Fragen beschäftigen. Eine fragt, inwiefern sich das Selbstmachen von Nahrung auf den Geschmack und Konsum auswirkt. Simone Dohle von der Uni Köln ließ Studenten dazu Milchshakes probieren.”

WDR 5, 16/05/2017 | Jochen Paulus

“Geschmack ist nicht nur, was die Zunge schmeckt. Das gleiche Nahrungsmittel schmeckt je nach Erwartungen, Farbe, Verpackung, Assoziationen oder musikalischer Umgebung anders. Ist Geschmack also relativ?” Radio-Beitrag mit der Ernährungspsychologin Simone Dohle.

SRF – Echo der Zeit, 11/07/2017

“Je einfacher ein Medikamenten-Name ist, desto weniger gefährlich erscheint das Medikament dem Patienten. Das hat die deutsche Forscherin Simone Dohle herausgefunden. Ein Radio-Interview.”

Süddeutsche Zeitung, 29/06/2017 | Sebastian Herrmann

“Macht es einen Unterschied, ob ein Arzneimittel einen unaussprechlichen oder einen leicht gängigen Namen trägt? Kölner Psychologen sagen: durchaus. […] Psychologen um Simone Dohle von der Universität Köln zeigen nun, wie stark der Name eines Medikaments auf Patienten wirkt. Unaussprechliche Präparate gelten automatisch als gefährlich und riskant; geht der Name einer Arznei hingegen halbwegs flüssig über die Lippen, trifft das Gegenteil zu.”

Die Welt, 01/06/2017

“Aufregung in der internationalen Politik: Die USA wollen aus dem vor Kurzem noch gefeierten Klimaabkommen von Paris aussteigen. Doch Wissenschaftler sehen die neuesten Pläne von Donald Trump gelassen. […] Axel Ockenfels, Professor für Ökonomie an der Universität zu Köln, meint dazu: „Eine Verweigerung der USA, mit den anderen Staaten der Welt am Tisch zu sitzen und zu kooperieren, könnte andere Länder anstecken“, und erklärt weiter, „kein Mensch und kein Staat lassen sich gerne von Trittbrettfahrern ausbeuten: Gegenseitigkeit ist das beherrschende Prinzip aller internationalen Kooperation.“”

Kölner Stadt-Anzeiger, 28/03/2017

“Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat den Kölner Verhaltensökonomen Axel Ockenfels […] in einen internationalen Beirat zum Thema Klimaschutz berufen. […] Ockenfels befasst sich mit der Ausgestaltung von Märkten und ökonomischer Verhaltensforschung und dabei unter anderem mit der Frage, wie Klimaverhandlungen aussehen müssten, damit es zu internationalen Kooperationen kommt.”

RP Online, 28/03/2017

“Seine spieltheoretischen Fähigkeiten soll Ockenfels jetzt für die Politik einsetzen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat den Professor in einen internationalen Beirat berufen. Der begleitet ein OECD-Projekt, das Vorschläge erarbeiten soll, um zu belastbaren Abkommen zur Reduzierung der Erderwärmung zu kommen.”

The Economist, 02/2017

“Moral hazard is a problem that crops up frequently in economics. People behave differently if they do not face the full costs or risks of their actions: deposit insurance makes customers less careful about choosing their banks, for example.[…] A newly published paper [“Second-Degree Moral Hazard in a Real-World Credence Goods Market” by Loukas Balafoutas, Rudolf Kerschbamer and Matthias Sutter] sets out to test this secondary problem by examining a common-enough situation—taking a taxi ride in a strange city.”

ZDF HEUTE, 02/03/2017 | Marie Eickhoff

“Heute beginnt die Fastenzeit. Früher ging es um die Religion – wer sich heute beim Essen einschränkt, will meist abnehmen. Andere verzichten auf Alkohol, Internet oder Auto. Psychologe Wilhelm Hofmann spricht im heute.de-Interview über sinnvolles Fasten und erklärt, wie man mit Ausrutschern umgehen sollte.[…] ‘[Fasten] ist ein soziales Phänomen. Viele nehmen sich daher in der Fastenzeit vor, ein paar Pfunde zu verlieren. Deshalb verzichten sie aufs Essen. Aber wie effektiv ist das? Die wissenschaftliche Literatur lässt da skeptisch werden.’ [erklärt Hofmann]”

Psychologie Heute, 03/2017 | Frank Luerweg

“Spieglein, Spieglein an der Wand: Die sozialen Medien befeuern unseren Drang, uns mit anderen zu vegleichen. Bei Facebook, Instagram und Co gibt es weder Misserfolg noch Unglück. Wie beeinflusst uns das?[…] ‘Wir vergleichen uns rund um die Uhr’, sagt Jan Crusius, der an der Universität Köln zu diesem Thema forscht und lehrt. […] ‘Es ist paradox: Eine objektive Zahl ist oft viel informativer’, erläutert Crusius. ‘Dennoch ist der Vergleich mit einer spezifischen Person psychologisch relevanter.'”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2017 | Katrin Hummel

“An Völlerei oder Faulheit lässt sich so einiger Spaß haben, aber Neid – den gesteht man auch sich selbst gegenüber ungern ein, besonders in seiner destruktiven Version, der Missgunst. Der Neid vergiftet die Seele, spaltet Beziehungen. Er widert selbst den an, der ihn zeigt. […] In weniger dramatischen Fällen kann man sich allerdings durchaus einiger Tricks bedienen, um missgönnenden Neid auch ohne psychologische Hilfe zumindest zu mildern. Man kann sich zum Beispiel auf das konzentrieren, was man besser kann als der, den man beneidet, indem man auf andere Bereiche ausweicht, sagt Jan Crusius, Sozialpsychologe an der Uni Köln.”

Süddeutsche Zeitung, 16.02.2017 | Lea Hampel

“Dieter Bär ist Blumenhändler, aber er könnte stundenlang über Ehrlichkeit philosophieren. Wann sind Menschen besonders ehrlich, wie bringt man sie dazu? […] Axel Ockenfels erforscht das Thema seit Jahren an der Universität zu Köln und hat mehrere Faktoren für Ehrlichkeit ausgemacht. Natürlich ist die Entdeckungswahrscheinlichkeit “ein wichtiger Einflussfaktor”, sagt der Ökonom. Wenn man glaubt, beobachtet zu werden, verhält man sich ehrlicher. […] Aber selbst in anonymen Situationen und wenn klar ist, dass keine Strafe folgt, hängt das Verhalten davon ab, was andere denken könnten.”

Forbes, 09.01.2017 | Hersh Shefrin

“[Hersh Shefrin] new book Behavioral Risk Management explains why deep seated psychological pitfalls underlie the biggest risk management failures from the last fifteen years, including our slow response to address global warming properly.[…] A very insightful volume […] lays out the missing components. The volume is titled Global Carbon Pricing: We Will If You Will. […] The authors of the introductory chapters that lay out the framework of the book are David MacKay, Peter Cramton, Axel Ockenfels, and Steven Stoft.”

FAZ, 03.02.2017

“Das weltweit gefeierte Klimaabkommen von Paris ist nach Auffassung des wissenschaftlichen Beirates beim Bundeswirtschaftsministerium nicht geeignet, das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung zu erreichen. […] Neben dem einheitlichen Mindestpreis für CO2-Emissionen sei es wichtig, alle Staaten am Klimaschutz zu beteiligen, heißt es in dem federführend von dem Kölner Ökonomen Axel Ockenfels bearbeiteten Papier.”

Wirtschaftswoche, 06.01.2017 | Mark Fehr

“Auch Ökonomen wie der Kölner Professor Axel Ockenfels und der in den USA forschende Martin Schmalz, die sich mit dem Thema verstärkt auseinandersetzen, wollen die Debatte nicht einseitig gegen die Vermögensverwalter führen. Es gehe darum, zwischen drei wichtigen Werten der Marktwirtschaft abzuwägen: dem Wettbewerb, dem Eigentumsrecht und der Risikostreuung.”