Manager Magazin, 23.01.2015 | Christoph Neßhöver
„Sie sind die mächtigsten und zugleich gefährlichsten Köpfe der Wirtschaft. Warum aus Genialität oft Größenwahn wird – und warum die Superegos immer schneller aufsteigen. […] Gönnerhafte Patriarchen wie Hoeneß, bemerkt der Kölner Verhaltensökonom Bernd Irlenbusch, rechtfertigen ihre Taten meist unbewusst nach dem Motto: ‘Wenn ich schon ein achtbarer Mensch bin, dann kann ich mir auch etwas herausnehmen’. Die Wissenschaft nennt dieses Verhalten Moral Licensing. Gerade anerkannte Unternehmensführer, beobachtet Irlenbusch, tappen häufig in die Falle: Sie fahren Gewinne ein und bauen auf diese Weise ‘ein Guthaben im Kopf auf, von dem sie sich bedienen’.”
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