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Kölner Stadt-Anzeiger, 10.03.2022 | Axel Ockenfels

„Mit Krieg und Frieden hat sich Spieltheorie schon in ihrer Anfangszeit beschäftigt, besonders während des kalten Krieges. […] Wer als unberechenbar gilt, kann sich paradoxerweise Vorteile verschaffen […], denn wer mit dem Feuer spielt, kann glaubwürdiger Druck ausüben. Der Beschuss von Atomkraftwerken in der Ukraine ist ein solches Beispiel. Deshalb ist es meines Erachtens wichtig, dass der Westen bei allen Sanktionen und Reaktionen möglichst berechenbar bleibt, so dass der Pfad für eine mögliche Deeskalation für alle Beteiligten klar ist. […] Eine Welt mit weniger Kooperation, weniger Handelsbeziehungen und weniger Sanktionsmöglichkeiten […] kann den anderen großen, globalen Herausforderungen unserer Zeit, allen voran dem Klimaschutz, weniger entgegensetzen. […] Da ist es gut zu wissen, dass die Spieltheorie nicht nur Einsichten für Konflikte liefert, sondern besonders auch für das Reparieren und Entstehen von Kooperation.“

Link zum Artikel: https://www.ksta.de/politik/spieltheoretiker-ueber-ukraine-krieg--putins-vorteil-ist-seine-unberechenbarkeit--39527008

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