Tages-Anzeiger, 01.11.2016 | Robert Mayer
„Die Aktionärsstrukturen börsenkotierter Unternehmen werden sich immer ähnlicher. Diese Gleichschaltung, so der Verdacht, untergräbt den Wettbewerb. […] Nach den USA ist diese Debatte nun auf Deutschland übergeschwappt. In einem Ende Juni erschienenen Beitrag für die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ hielten die Professoren Axel Ockenfels und Martin Schmalz Folgendes fest: Einige, meist amerikanische Fondsgesellschaften erhöhen schrittweise ihre Anteile an zahlreichen Unternehmen und lassen so gemeinsame Eigentümerstrukturen zwischen (ehemaligen) Konkurrenten entstehen. ‘Dadurch erlangen sie (…) Einfluss auf das strategische Verhalten in wichtigen Märkten.’ Die Autoren ziehen daraus die Schlussfolgerung, ‘dass die Grösse von Fondsgesellschaften (…) auf die Agenda von Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden’ gehöre.“
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