Frankfurter Allgemeine, 01.02.2022 | Axel Ockenfels und Andreas Kuhlmann
„Es braucht ein neues Verständnis von Mobilität, neue Ideen und die Erprobung innovativer Konzepte. […] Ob eine Straßenmaut Mobilität für die Menschen kostspieliger macht oder nicht, hängt davon ab, was die Politik mit den Einnahmen macht. Entlastet sie, insbesondere die sozial schwachen, Autofahrerinnen und -fahrer in dem Maße, wie sie Einnahmen aus der Maut generiert, wird Mobilität nicht teurer. Die gesellschaftlichen Kosten der Mobilität werden lediglich gerechter auf diejenigen verteilt, die sie verursachen. […] Nehmen wir das ernst, was an Ermutigung zu Innovationen im Koalitionsvertrag steht, müssen wir mehr Raum schaffen für die Erprobung neuer Verkehrskonzepte. Kommunen sollten die Möglichkeit haben, mit neuen Ideen voranzugehen. […] Ohne solchen Mut wird Deutschland nicht das Land der Innovationen sein, sondern klima- und verkehrspolitisch an den eigenen Ansprüchen scheitern.“
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