Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2022 | Axel Ockenfels
„Es muss verhandelt werden, und das Ergebnis der Verhandlung ist offen. […] Drei Dinge sind meines Erachtens wichtig: Erstens sollte die EU ein Nachfragekartell bilden. […] Zweitens sollte die EU nicht versäumen, neben Zielen für die Gasmenge auch den Gaspreis als strategische Variable in den Blick zu nehmen. […] Alternativ könnte die EU eine Strafabgabe auf den Kauf von russischem Gas einführen. […] Im Ergebnis könnte die EU Russlands Gewinne aus dem
Gasverkauf abschöpfen und so Putin schwächen. […] Die wichtigste Empfehlung lautet deswegen, sich mit aller Kraft auf einen möglichen Importstopp vorzubereiten und Alternativen für die Energieversorgung aufzubauen. Dies gilt selbst dann, wenn die EU die Verhandlungen mit dem Ziel führt, weiterhin russisches Gas zu importieren, denn in diesem Fall ist der Importstopp der relevante Drohpunkt.“
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