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C-SEB Wissenschaftler zeigen, wie internationale Klimakooperation funktionieren kann

Anlässlich der bevorstehenden UN-Klimakonferenz in Paris haben sich 4 Wissenschaftler, darunter Axel Ockenfels und Peter Cramton, in der renommierten Wissenschaftszeitschrift „Nature“ an die Klimapolitik gewandt. Die Wissenschaftler erläutern in dem Artikel „Price carbon — I will if you will“, warum trotz diplomatischem Zweckoptimismus auch in Paris nicht mit einem nachhaltigen Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel gerechnet werden kann. Um die Klimaverhandlungen zum Erfolg zu führen, empfehlen die Wissenschaftler zunächst, eine gemeinsame Verpflichtung anzustreben. Axel Ockenfels, Experte für Kooperationsforschung und Verhandlungsdesign erklärt: „Alle Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Kooperation beschäftigen, haben gezeigt, dass Gegenseitigkeit der Schlüssel zum Erfolg ist: ‚ich kooperiere, wenn ihr auch kooperiert’. Das gilt für die Frage, wer den Abwasch in der Wohngemeinschaft macht, genauso wie bei internationalen Handels- oder Rüstungsabkommen. So entstehen Anreize, mit zu machen, und letztlich auch das Vertrauen, das für jede Kooperation essenziell ist. Gegenseitigkeit kann aber nur mit einer gemeinsamen Verpflichtung funktionieren. Leider setzt Paris aber auf hunderte, selbst-definierte und unvergleichbare Pläne der Staaten; so schafft man allenfalls Misstrauen.“ Die Wissenschaftler schlagen konkret vor, dass sich die Verhandlungen auf international verbindliche Preisziele für die Emission von CO2 konzentrieren sollten, was einen einfachen Fokalpunkt für nationale Selbstverpflichtungen bilden würde und mit vielen populären Politikinstrumenten, wie dem Emissionshandel und der Brennstoffsteuer, vereinbar wäre.
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