Person: Ockenfels, Axel

report-K, 26.09.2019 | Christoph Mohr

„Unter den 30 einflussreichsten Ökonomen finden sich zwei aus Köln: Michael Hüther (Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln) auf Platz 14 und der Uni Köln-Professor Axel Ockenfels auf Platz 30. Während Hüther in der Wissenschaft kaum etwas zu melden hat, verdankt er sein Standing der Medienpräsenz und dem Gehör, das ihm die Politik zu schenken scheint. Bei Ockenfels ist es genau umgekehrt: Sein gutes Abschneiden ist fast ausschließlich Ergebnis seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Was im Übrigen erstaunlich ist: Ockenfels, früh mit Arbeiten zur Spieltheorie und Verhaltensökonomie als einer der Jungstars der Wirtschaftswissenschaften in Deutschland gehandelt und seit 2003 Professor in Köln, ist zwar ein ausgewiesener Wissenschaftler. Aber gerade seine jüngsten Arbeiten zur Klimapolitik, zum CO2-Bepreisung (carbon pricing) sollten ihm eigentlich ein breites öffentliches Interesse bescheren.“

Axel Ockenfels gehört zu den einflussreichsten Ökonomen in Deutschland. Dies geht aus dem kürzlich veröffentlichten Ökonomen-Ranking 2019 der Frankfurter Allgemeinen …

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2019 | Kai Carstensen & Stefan Kooths

„Das Weltklima kann nur in dem Maße zum Ziel wirtschaftlichen Handelns werden, wie der Mensch in der Lage ist, die weitere Erderwärmung aufzuhalten. Andernfalls ist das Klima Teil der Umweltbedingungen, an die wir uns wohl oder übel anpassen müssen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Mensch für die bereits eingetretene Erwärmung verantwortlich ist, sondern darauf, ob er eine zukünftige Erwärmung verhindern kann. Das eine impliziert nicht das andere. […] Der Kölner Ökonom Axel Ockenfels hat dies treffend als das größte Koordinationsproblem der Menschheitsgeschichte bezeichnet. Ob es gelöst werden kann, ist nicht ausgemacht.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2019 | Niklas Záboji

„Die wichtigste Herausforderung von allen ist die internationale Koordination von Klimaschutz. Im vergangenen Jahr war der Anstieg der globalen CO2-Emissionen größer als die Menge aller Emissionen in Deutschland. Außerdem werden Emissionen durch nationale Politiken oft nur verschoben. So wäre es zum Beispiel naiv zu glauben, dass das Öl, das wir nicht verfeuern, in der Erde bleiben und nicht woandershin verkauft werden würde. Wenn es also nicht nur um Wohlfühlpolitik gehen soll, ist die alles entscheidende Frage, wie wir andere Länder dazu bringen können, mitzuziehen.“

WirtschaftsWoche, 13.08.2019 | Stefan Recclus

„Eigentlich gibt es das perfekte Instrument für den globalen Klimaschutz längst: den Handel mit Emissionszertifikaten. Würden alle Länder und Branchen in sein System einbezogen, ließen sich Kapitalismus und Klimaschutz versöhnen. Die Anzahl der Zertifikate wäre begrenzt und mit ihr die globalen Emissionen. […] ´Es wäre großartig‘, sagt Ockenfels, ´wenn wir uns international auf eine gemeinsame Verpflichtung einigen könnten.'“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2019 | o.A.

„Diese Woche Donnerstag kommt das Klimakabinett der Bundesregierung zu seiner nächsten Sitzung zusammen […]. Nach dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sich nun auch der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums mit Vorschlägen zur Bepreisung von Treibhausgasen wie CO2 zu Wort gemeldet. Dem Gremium gehören mehr als 30 renommierte Ökonomen an, darunter der Kölner Volkswirt Axel Ockenfels. […] In seinem Gutachten, plädiert der Beirat für eine Verknüpfung von CO2-Steuer und Emissionshandel.“

Wirtschafts Woche, 28.06.2019 | Axel Ockenfels

„Ein nationaler Alleingang in der Klimapolitik ist sinnlos und teuer. Nötig sind internationale Kooperation und ein globaler CO2-Preis.[…] Weltweit wuchs die fossile Energieerzeugung schneller als die Produktion aus erneuerbaren Quellen. Von einer radikalen Reduktion der Emissionen, die für die Einhaltung der Klimaziele nötig wäre, ist auf der Weltbühne nichts zu sehen. In Deutschland uns Europa setzen wir diesem globalen trend deutsche oder europäische Reduktionsziele entgegen. Doch es gibt kein deutsches oder europäisches Klima, und für das Klima ist es unerheblich, wo CO2 emittiert wird.“

Sachverständigengutachten für den Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestags, Januar 2019 | Dorothea Kübler und Axel Ockenfels

„Unserer Überzeugung nach ist es […] wichtig, Lebendspenden, die insbesondere im Falle von Nieren-und Lebertransplantationen möglich sind, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sondern sie im Gegenteil stärker in den Mittelpunkt der Diskussion zu rücken. Lebendspenden werden bisher in Deutschland sehr viel seltenerer möglich als in vielen anderen ähnlich entwickelten Ländern. Das trägt zur im internationalen Vergleich geringen Anzahl von Organspenden in Deutschland bei.“

Handelsblatt, 24.05.2019 | Prof. Dr. Bert Rürup

„In seinem am Montag erschienenen jüngsten Gutachten hat sich der „Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium“ des Problems der vom Individualverkehr überfüllten Innenstädte angenommen. Die Federführung für diese Expertise lag bei Axel Ockenfels, der ein höchst anerkannter Professor für Spieltheorie und Marktdesign an der Kölner Universität ist. “

Focus Online, 25.05.2019 | o.A.

„Im Kampf gegen Staus und schlechte Luft befürworten FDP und Grüne grundsätzlich eine Maut für Innenstädte. […] Der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums hat diese Woche eine City-Maut vorgeschlagen. Die Straßen effektiver zu nutzen sei das Ziel, sagt der Kölner Ökonom Axel Ockenfels, der Mitglied in dem Gremium ist. Es gehe nicht darum, Autos aus der Stadt zu verbannen. Durch eine Maut seien aber teilweise doppelt so viele Fahrten ohne Stau möglich.“

Süddeutsche Zeitung, 19.05.2019 | Kristiane Ludwig

„In der Diskussion um eine Gebühr für Autofahrer in deutschen Innenstädten hat auch eine Gruppe namhafter Wissenschaftler [, darunter auch der Kölner Wirtschaftsprofessor Axel Ockenfels,] der Bundesregierung nahegelegt, sich mit einer Citymaut auseinanderzusetzen. ‚In Zeiten großer Belastung können so – oft schon durch vergleichsweise niedrige Preise und geringe Verhaltensänderungen – Staus und zu hohe Emissionen vermieden werden‘, heißt es in einem Brief des Wissenschaftlichen Beirats für Wirtschaft und Energie an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) […].“

Heise Online, 06.05.2019 | Andreas von Westphalen

„Allen Unkenrufen zum Trotz ist der Mensch kein Homo oeconomicus, sondern mit einem faszinierenden Gerechtigkeitsgefühl gesegnet. […] Der Wirtschaftsprofessor Axel Ockenfels erklärt, welches Verhalten man von einem wahren Homo oeconomicus erwarten sollte: […] Die Investition wird minimiert. Der Gewinn maximiert. Der Habgier [wird so] Genüge getan. [Jedoch zeigen Experimente], dass sich Menschen so gut wie nie verhalten, wie es die Wirtschaftswissenschaft vorhersagt.“

Wissenschaftlicher Beirat, 30.04.2019 | Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats

„‚Deutschland steht im Stau und bekommt verkehrsbedingte Umweltprobleme nicht in den Griff. Marktorientierte Lösungsansätze in Verbindung mit moderner Technologie sind eine Chance, diesen Herausforderungen zu begegnen. Ein Preismechanismus, der die sozialen Kosten des Verkehrs in den privaten Kosten der Straßennutzung widerspiegelt, adressiert Staus und Luftverschmutzung in effizienter Weise. […] Der Weg hin zu einem modernen und effizienten Verkehrsmarkt kann schrittweise erfolgen, über Mautsysteme, deren Reichweite zunehmend ausgedehnt und deren Preise schrittweise dynamisiert werden können. […]'“.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31.03.2019 | Johannes Pennekamp

„Staus kosten Geld und Nerven. Dabei wäre die Lösung so einfach. […] Wer eine Straße nutzt, soll dafür zahlen – je beliebter die Straße, desto mehr. […] Der Kölner Marktdesigner Axel Ockenfels setzt sich gemeinsam mit zwei Ko-Autoren unter anderem in einem Beitrag für das Fachjournal „Nature“ für ein intelligentes Mautsystem ein.“

Berlin Valley, 14.03.2019 | Josefine Köhn-Haskins

„‚Die Anreize für internationale Kooperationen sind gering‘, [sagt der Kölner Wirtschaftsprofessor Axel Ockenfels]. ‚[…] Paris hat zwar ein gemeinsames Ziel ausgerufen, [aber] unzählige Feldstudien, Laborstudien und theoretische Argumente zeigen, dass erfolgreiche Kooperation nicht durch individuelle Verpflichtungen, sondern nur durch eine gemeinsame, reziproke Verpflichtung ermöglicht werden kann.'“

Berlin Valley, 12.03.2019 | Josefine Köhn-Haskins

„Die Carbon-Uhr tickt. Klimaforscher warnen seit Jahrzehnten, dass es für die Rettung unseres Planeten bald zu spät ist. Trotzdem passiert von vielen Seiten nichts und insgesamt zu wenig. Laut einer Studie […] könnte Deutschland etwa das Klimaziel für 2020 noch erreichen, wenn es die ältesten Braunkohle-Blöcke abschaltet [und] Wind- und Solarkraft wie im Koalitionsvertrag vereinbart ausbaut […]. Auf internationaler Ebene könnte die Einführung einer verpflichtenden CO2-Besteuerung zum Einsparen von Emissionen motivieren, wie Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels erläutert.“

Wirtschafts Woche, 18.08.2013 | Jan Guldner

„Spieltheorie und experimentelle Forschung zählen heute zu den zentralen Disziplinen der Wirtschaftswissenschaft. Ein wichtiger Wegbereiter dafür war der US-Ökonom John F. Nash mit seinem ‚Nash-Gleichgewicht‘ […]. ‚[Die Spieltheorie] erlaubt es, alle sozialen, ökonomischen und auch biologischen Interaktionen in eine klare Form zu bringen‘, sagt Axel Ockenfels, Professor an der Universität Köln.“

Deutsches Ärzteblatt, 01.06.2019 | Eva Richter-Kuhlmann

„Während der Gesetzentwurf zur Neuorganisation der Organspende kaum Kritik erntete, wurde ein Antrag der FDP-Fraktion zur Lebendorganspende intensiv im Bundestag diskutiert. In diesem spricht sich die Partei für eine liberalere Spendenpraxis aus, unter anderem für Überkreuzspenden. […] [Dies unterstützt auch] Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. rer. pol. Axel Ockenfels von der Universität zu Köln. Die Transplantationsregelungen für die Lebendspende seien in Deutschland im internationalen Vergleich besonders restriktiv.“

General-Anzeiger Bonn, 06.02.2019 | Martin Wein

„Ökonomen fragen im Bonner Exzellenzcluster ECONtribute, wann und wie politische Mandatsträger lenkend eingreifen müssen. […] So stellten die Kölner Professoren Peter Cramton und Axel Ockenfels im Sommer im Wissenschaftsmagazin ‚Nature‘ ein Konzept vor. […] Sie denken an eine dynamische Gebühr für die Straßennutzung, die in Echtzeit und standortgenau auf das jeweilige Verkehrsaufkommen abgestimmt wird.“

Deutscher Bundestag, 30.01.2019 | Online-Dienste des Deutschen Bundestages

„Gesundheitsexperten begrüßen die von der Bundesregierung geplante Reform der Organspendenpraxis in Krankenhäusern. […] Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Axel Ockenfels von der Universität zu Köln sagte in [einer] Anhörung, die Transplantationsregelungen in Deutschland seien im internationalen Vergleich besonders restriktiv. Er sprach sich dafür aus, die Möglichkeiten für Lebendspenden zu erweitern. Sorgen vor einem möglichen Organhandel sind aus seiner Sicht unbegründet.“

Ärzteblatt, 30.01.2019 | o.A.

„Bei der heutigen Anhörung im Gesundheitsausschuss zur von der Bundes­regierung geplanten Reform der Organspendenpraxis in Krankenhäusern […] wurde […] ein Antrag der FDP-Fraktion […] für eine liberale Organspendenpraxis [diskutiert]. So [sollen] vermehrt altruistische Organlebendspenden ermöglicht werden, um die Zahl der verfügbaren Organe zu erhöhen. […] Ähnlich äußerte sich der Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels von der Universität zu Köln. Die Transplantationsregelungen in Deutschland seien im internationalen Vergleich besonders restriktiv.“

Frankfurter Allgemeine, 27.01.2019 | o.A.

„Organspenden sind buchstäblich eine Angelegenheit von Leben und Tod. Wer rechtzeitig das dringend benötigte Organ erhält, lebt weiter. […] Am Mittwoch steht das Thema auf der Tagesordnung der deutschen Politik, wenn sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages mit der Änderung des Transplantationsgesetzes befasst. Die Ökonomen Dorothea Kübler und Axel Ockenfels raten den Politikern, Lebendspenden in den Blick zu nehmen.“

FinanzNachrichten.de, 26.01.2019 | o.A.

„Die langen Wartezeiten für Organspenden erreichen den Bundestag: Der Gesundheitsausschuss debattiert am Mittwoch auch über verbesserte Möglichkeiten für Lebendspenden von Organen. Die Ökonomen Dorothea Kübler und Axel Ockenfels schlügen den Politikern vor, Lebendspenden zu erleichtern, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf eine Stellungnahme an die Gesundheitspolitiker.“

Frankfurter Allgemeine, 11.01.2019 | o.A.

„Während in deutschen Großstädten reihenweise Dieselfahrverbote drohen, setzt Europas größte Metropole auf einen anderen Weg: […] eine Luftreinhaltungszone […]. ‚Mautsysteme sind ein sehr viel effizienteres Instrument als Fahrverbote‘, sagt der Kölner Ökonom Axel Ockenfels […].“

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 16.12.2018 | Dyrk Scherff

„In Deutschland geht nichts mehr voran. Schiene, Straße und Radwege – alles ist voll. […] Die große Frage ist, wie man die Situation entschärfen kann. […] Gerne wird […] nach mehr Straßen und Schienen gerufen. Doch einerseits dauert der Ausbau wegen langer Planungszeiten viele Jahre, andererseits hinkt er dem Wachstum immer hinterher. Ausbau und bessere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur haben zudem einen Nachteil: „Wenn der Verkehr einfacher wird, wird es mehr Verkehr geben, nicht weniger. Wir sehen, dass Milliardeninvestitionen in immer mehr Straßen daran praktisch nichts geändert haben“, sagt der Ökonom Axel Ockenfels von der Universität zu Köln.“