Person: Crusius, Jan

Spektrum, 10.07.2018 | Theodor Schaarschmidt

„Geld, Erfolg, Glück in der Liebe – wenn jemand besser dran ist als wir, werden wir schnell gelb vor Neid. Doch warum müssen wir unsere eigenen Leistungen immer an denen anderer messen? […] »Neidisch werden wir, wenn wir uns mit einer anderen Person vergleichen und dabei feststellen: Sie ist uns überlegen in dem, wie sie ist, was sie besitzt oder erreicht hat«, erklärt der Sozialpsychologe Jan Crusius von der Universität Köln. »Besonders schmerzhaft wird es dann, wenn wir unser Gegenüber als besonders ähnlich wahrnehmen und die entsprechenden Ziele eine hohe persönliche Relevanz für uns besitzen.« Entscheidend ist offenbar der Impuls: »Das könnte auch ich sein!«“

Psychologie Heute, 07.2018 | Frank Luerweg

„Wir sind soziale Wesen und brauchen Kontakt. Doch die Gegenwart anderer Menschen sorgt auch für Stress: Ständig müssen wir reagieren, uns anpassen, uns durchsetzen. Wie gelingt es da gelassen zu bleiben?“

Spektrum, 13.04.2018 | Theodor Schaarschmidt

„Stolz ist ein schwer zu fassendes Phänomen. Auch, weil es in so mannigfaltiger Form auftritt: Mal sind wir stolz auf eigene Verdienste, mal auf die anderer, die wir aber durch diesen kognitiven Kniff dann doch wieder als unsere eigenen verbuchen. Einige Menschen sind sogar stolz auf Dinge, die völlig jenseits ihrer Wirksphäre liegen, auf ihre Ethnie etwa oder auf ihr Herkunftsland. […] Doch wozu dient Stolz überhaupt? Die beiden Kölner Sozialpsychologen Jens Lange und Jan Crusius haben ihn für ihre Forschungsarbeit mit einem anderen Laster in Beziehung gesetzt: dem Neid. In einer Reihe von Studien ergründeten die Forscher das zwiespältige Wesen von Neid wie von Stolz. »Beide Emotionen interagieren miteinander«, erläutert Jan Crusius seine Hypothese. In ihrem Zusammenspiel hätten sie dann eine wichtige soziale Funktion: »Sie helfen uns dabei, Status auszuhandeln und diesen auch zu kommunizieren.«“

The Inquisitive Mind, 01.01.2018 | Jan Crusius & Oliver Genschow

„Kann man der psychologischen Forschung noch vertrauen? In-Mind unterhielt sich mit Daniel Lakens und Klaus Fiedler – zwei der prominentesten Stimmen in der Debatte darüber, wie die psychologische Wissenschaft verbessert werden kann. In diesem Interview offenbaren sie ihren persönlichen Blick zur aktuellen Lage der psychologischen Forschung, wie sich die Psychologie verändert hat und wie sie es in Zukunft tun sollte. Sie beschreiben, warum sie sich in der Debatte engagieren und wie sich diese auf ihre eigene Arbeit ausgewirkt hat.“

Psychologie Heute, 01.03.2017 | Frank Luerweg

„Spieglein, Spieglein an der Wand: Die sozialen Medien befeuern unseren Drang, uns mit anderen zu vegleichen. Bei Facebook, Instagram und Co gibt es weder Misserfolg noch Unglück. Wie beeinflusst uns das?[…] ‚Wir vergleichen uns rund um die Uhr‘, sagt Jan Crusius, der an der Universität Köln zu diesem Thema forscht und lehrt. […] ‚Es ist paradox: Eine objektive Zahl ist oft viel informativer‘, erläutert Crusius. ‚Dennoch ist der Vergleich mit einer spezifischen Person psychologisch relevanter.'“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2017 | Katrin Hummel

„An Völlerei oder Faulheit lässt sich so einiger Spaß haben, aber Neid – den gesteht man auch sich selbst gegenüber ungern ein, besonders in seiner destruktiven Version, der Missgunst. Der Neid vergiftet die Seele, spaltet Beziehungen. Er widert selbst den an, der ihn zeigt. […] In weniger dramatischen Fällen kann man sich allerdings durchaus einiger Tricks bedienen, um missgönnenden Neid auch ohne psychologische Hilfe zumindest zu mildern. Man kann sich zum Beispiel auf das konzentrieren, was man besser kann als der, den man beneidet, indem man auf andere Bereiche ausweicht, sagt Jan Crusius, Sozialpsychologe an der Uni Köln.“

New Scientist, 01.05.2016 | o.A.

„Not all grandiose narcissists seem able to cash in on the benefits of their personality trait, however. ‘Sometimes they can be disliked by others,’ says Lange. To explore why this might be, he and Jan Crusius, a colleague at the University of Cologne, looked at research into possible subgroups of grandiose narcissists. Some are characterised by ‘narcissistic admiration’, others by ‘narcissistic rivalry’ – the former being driven by hope for success, the latter by fear of failure.”

www.runnersworld.com, 05.01.2015 | Scott Douglas

„As Jens Lange and Jan Crusius, of Germany’s University of Cologne write, in contrast to English, many languages have different words for different types of envy. […] Lange and Crusius call the first form of envy ‘benign envy’ and the latter ‘malicious envy’. Using a questionnaire designed to assess the two forms of envy, they found that runners who tend toward benign envy had better results at the Cologne Marathon than those whose disposition is more suited to malicious envy.”