Person: Ockenfels, Axel

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.2020, Nr. 297, S. 16 | Martin Bichler, Peter Gritzmann, Peter Cramton & Axel Ockenfels

„Mit der Corona-Pandemie ist ein alter Streit um die Zuteilung von Zeitfenstern (Slots) für Landungen und Abflüge an Flughäfen neu entflammt. […] Die Lufthansa AG [erhält] im Zuge der Corona-Krise Subventionen und Kredite […]. Als Bedingung erklärte sich die Fluggesellschaft bereit, einige Slots […] freizugeben. […] Es [ist] begrüßenswert, dass sich die Europäische Kommission für ein Auktionsverfahren entschieden hat, um die Slots der Lufthansa neu zu vergeben. Sie öffnet die Tür zu mehr Wettbewerb und zu einer besseren Nutzung der Kapazität an Deutschlands überlasteten Flughäfen.“

BMWi Monatsbericht Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, 24.11.2020 | Axel Ockenfels im Interview

“Das komplexe System von klimapolitisch induzierten Abgaben, Umlagen, Subventionen und Interventionen im deutschen Stromsektor hat den Markt in vielen Bereichen verdrängt. […] Es gibt gute Gründe, warum praktisch alle Experten und Wissenschaftsakademien eine stärkere Hinwendung zur CO2-Bepreisung empfehlen. […] Die Diskussion um den europäischen Grenzausgleich ist eine exzellente Gelegenheit, eine gemeinsame CO2-Bepreisung mit anderen Regionen der Welt voranzubringen.”

This year, the University of Cologne awarded seven scientists their Future Prizes for outstanding scientific achievements in the last six …

Handelsblatt, 14.11.2020 | Axel Ockenfels

“Die bisherigen Bemühungen um CO2-Reduktion haben nichts gebracht.[…] Erfolgversprechender wäre eine kraftvolle Forschungsförderung, die gewaltige Innovationskräfte freisetzen kann.[…] Das Ziel ist, durch Kreativität und Wettbewerb (irgend)eine grüne Technologie so günstig zu machen, dass fossile Brennstoffe wertlos werden.[…] Der Ausweg aus der Coronakrise ist eine kraftvolle Forschungsförderung […]. Die nationale Klimapolitik kann daraus lernen.”

ntv – Podcast “Ja. Nein. Vielleicht.”, 12.11.2020 | Axel Ockenfels – Interview von Verena Utikal

“Paul Milgrom und Robert Wilson haben in diesem Jahr den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen, weil sie die Auktionstheorie “verbessert” und “neue Formate für Versteigerungen” entwickelt haben, so die Begründung der schwedischen Akademie der Wissenschaften. Aber was bedeutet es, die Auktionstheorie zu “verbessern”? Darüber spricht Verhaltensökonomin Verena Utikal mit Axel Ockenfels von der Universität zu Köln.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2020 | Philip Plickert

“Im Kampf gegen das Coronavirus und zur Entwicklung eines Impfstoffes bereitet Großbritannien erstmals einen Test mit jungen Freiwilligen vor, die sich absichtlich mit dem Virus anstecken lassen. […] Auch das Thema Bezahlung für die Ansteckungsversuche ist unter Medizinethikern ein Streitpunkt. […] Dazu hat der Kölner Verhaltensökonom Axel Ockenfels gemeinsam mit Sandro Ambuehl und dem Ökonomie-Nobelpreisträger Alvin Roth geforscht.”

The Nobel Prize for Economics 2020 was awarded in equal parts to Paul R. Milgrom and Robert B. Wilson “for …

WirtschaftsWoche, 13.10.2020 | Axel Ockenfels – Interview von Tina Zeinlinger

“Politiker und Unternehmen auf der ganzen Welt unterwerfen sich täglich den Regeln von Paul Milgrom und Robert Wilson. Mit ihrer Forschung rund um die perfekte Auktion haben die diesjährigen Gewinner des Wirtschaftsnobelpreises moderne Märkte revolutioniert – welchen Einfluss die beiden US-Ökonomen auf die Politik haben und warum ihre Analysen auch dem Steuerzahler zugutekommen, erklärt Ökonom Axel Ockenfels von der Wirtschaftsuniversität Köln im Interview. Er kennt die beiden Preisträger persönlich.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2020 | Maja Brankovic & Johannes Pennekamp

“Die Stanford-Ökonomen Paul Milgrom und Robert Wilson erhalten den Nobelpreis für Ökonomie. […] Aus ökonomischer Sicht sind Auktionen essentiell, weil sie Wettbewerb schaffen, zu einer effizienten und fairen Verteilung von Gütern führen können und Informationen zur Zahlungsbereitschaft liefern. Alles zusammen erhöht die gesellschaftliche Wohlfahrt. „Wie die Auktionen aufgebaut sind, ist extrem wichtig dafür, ob es auf Märkten zu guten Ergebnissen kommt“, sagte der Kölner Ökonom Axel Ockenfels, ein in Deutschland führender Forscher in diesem Bereich.”

C-SEB economist Prof. Dr. Axel Ockenfels is involved in various working groups of the academy project “Energy Systems of the …

The C-SEB economist Prof. Dr. Axel Ockenfels is one of the most influential economists in Germany. This can be seen …

Süddeutsche Zeitung, 20.08.2020 | Nikolaus Piper

“Axel Ockenfels, Verhaltensökonom an der Universität Köln, beschreibt das Problem der Kooperation in der Pandemie so: “Viele Menschen sind anfänglich sehr kooperationsbereit. Doch Kooperation ist leider fragil und löst sich oft mit der Zeit auf. […] Egoismus ist ansteckender als Altruismus.” […] Ockenfels’ Schluss: “Eine kluge Kommunikation über die Sachverhalte und die Verhaltensnorm der Mehrheit der Deutschen kann den Gemeinschaftsgeist im Kampf gegen das Virus stärken.”

Handelsblatt, 31.07.2020 | Torsten Riecke

“Der Marktmechanismus schafft es in der Corona-Pandemie nicht, mögliche Impfstoffe dorthin zu leiten, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Darauf weist der Kölner Verhaltensökonom Axel Ockenfels hin. „In Notlagen kann es ethische und ökonomische Gründe geben, die Endnachfrager vor großen Preisschocks zu schützen“, sagt Ockenfels im Interview mit dem Handelsblatt. Er schlägt deshalb vor, die Impfstoffe unter Aufsicht des Staates mithilfe von Algorithmen zu verteilen.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2020 | Niklas Záboji

“Wenn Marktteilnehmer mehr Klimaschutz betreiben wollen, als sie müssten, ist ein fester CO2-Preis dem Emissionshandel überlegen. […] Dass der freiwillige Beitrag von Unternehmen und Verbrauchern ein Argument für eine Steuer ist, hat das Ökonomentrio Axel Ockenfels (Universität Köln), Peter Werner und Ottmar Edenhofer in einem aktuellen Aufsatz für die Fachzeitschrift “Nature Sustainability” einmal mehr betont. Die Autoren haben dafür ein recht simples Experiment durchgeführt: Studienteilnehmer schlüpften in die Rolle von “Produzenten” und sollten ihren Gewinn maximieren. Dabei zeigte sich tatsächlich eine Bereitschaft, freiwillig auf einen Teil der Erlöse zu verzichten, sofern die Produktion Klimagase freisetzt.”

Süddeutsche Zeitung, 03.07.2020 | Peter Cramton, Axel Ockenfels, Alvin E. Roth & Robert B. Wilson

“Extremsituationen wie die Corona-Pandemie bringen das System von Angebot und Nachfrage aus dem Tritt. Gezielte Eingriffe des Staates können dann helfen, gefährliche Engpässe zu vermeiden. […] Nach welchen Regeln und Algorithmen soll in einer Krise medizinisches Equipment verteilt werden? […].Im Laufe der Jahre hat die Marktdesignforschung viele Werkzeuge entwickelt, darunter auch solche, die helfen können, knappe Medizingüter zu verteilen.”

WirtschaftsWoche, 26.06.2020 | Tina Zeinlinger

“Wie lassen sich Gesundheitsgüter fair verteilen? Eine Studie sagt: über Algorithmen. […] Laut den Ökonomen Axel Ockenfels und Peter Cramton gab es ein „chaotisches Gerangel um knappe Güter […]“. Die beiden Volkswirte der Uni Köln haben daher mit ihren US-Kollegen Alvin Roth und Robert Wilson ein Modell entworfen, das lebensschützende Ressourcen so verteilt, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind.”

Together with the Nobel Prize winners Alvin Roth and Robert Wilson, Stanford University, the Cologne economists Axel Ockenfels and Peter …

In April 2020, Veronika Grimm was appointed to the “German Council of Economic Experts”, the most important economic policy advisory …

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2020 | Peter Cramton & Axel Ockenfels

“In der Corona-Pandemie werden lebensrettende Ressourcen knapp. […] Die Marktdesignforschung stellt verschiedene Methoden zur Verfügung, um schwierige Zuteilungsprobleme auch ohne Preissteuerung bestmöglichst zu lösen.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2020 | Erwin Böttinger, Axel Ockenfels & Achim Wambach

“Nachdem die Bundesregierung den Wirtschaftsstabilisierungsfonds verabschiedet hat, um die Folgen der Stilllegung der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft zu begrenzen, steht nun die Suche nach dem richtigen Weg aus diesem “Shutdowm” ganz oben auf der politischen Agenda. Digitale Lösungen können dabei eine entscheidene Rolle spielen. Dafür muss erlaubt sein, Freiheitsrechte auch in der Online-Welt temporär einzuschränken.”

bizz energy – Das Wirtschaftsmagazin für die Energiezukunft, 18.02.2020 | Jörg Staude

“Mit dem Einstieg Deutschlands in einen nationalen CO2-Preis gibt es Grund zur Hoffnung, dass dieses Instrument auch international endlich den Durchbruch schafft, meinen Ökonomen um den Chef des Mercator-Instituts MCC, Ottmar Edenhofer. […] Auch wenn Deutschland beim CO2-Preis hinterherhinkt, könnte der hiesige Einstieg jedoch mehr bewirken, als die reinen Zahlen hergeben. […] Für Edenhofer hat das deutsche Klimapaket sogar das Zeug dazu, eine ‘positive Kettenreaktion’ auszulösen. Das Wichtigste am Klimapaket sei nicht die Wirkung im Inland, sondern vielmehr ‘der potenzielle Beitrag zur Lösung des internationalen Koordinations- und Kooperationsproblems’.”

Ottmar Edenhofer and Matthias Kalkuhl from the Berlin climate research institute MCC and Axel Ockenfels, C-SEB board speaker at the …

SOLARIFY, 19.02.2020

“Analyse von Ottmar Edenhofer, Matthias Kalkuhl und Axel Ockenfels: Deutsches Klimapaket hat das Zeug, positive Kettenreaktion auszulösen. […] Gestützt auf Erkenntnisse der Spieltheorie analysieren die Autoren systematisch, welche Konsequenzen diese veränderte Konstellation für die globalen Klimaverhandlungen hat. […] Laut der Analyse stärkt die Kombination aus CO2-Preis und konditionalen Transfers den globalen Prozess auf dreifache Weise: Erstens werden die nationalen Selbstverpflichtungen vergleichbar; zweitens entsteht die Basis für stabile Kooperation, ein System reziproker Belohnungen für Pioniere und Bestrafungen von Trittbrettfahrern; und drittens verteilt sich die Last gerecht nach verursachten Emissionen, also jeweiligem Entwicklungsstand.”

ZfK – Zeitung für kommunale Wirkschaft, 18.02.2020

“Die Opposition aber auch Umweltschützer lassen kein gutes Haar am Klimapaket der Bundesregierung. Eine aktuelle Analyse kommt zu einer sehr viel positiveren Einschätzung und begründet das vor allem mit der Rolle der CO2-Bepreisung. Von dem jüngst beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung gehen wichtige Impulse aus, die den Klimaschutz auf internationaler Ebene weiter vorantreiben werden. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Analyse der Ökonomen Ottmar Edenhofer, Matthias Kalkuhl und Axel Ockenfels. […] Das Wichtigste am Klimapaket sei demnach nicht die Wirkung im Inland, sondern der Versuch, die CO2-Bepreisung in den Fokus zu rücken.”

Süddeutsche Zeitung, 17.12.2019 | Bastian Brinkmann

“‘Es gäbe kein Klimaproblem, wenn jedes Land sein eigenes Klima hätte’, sagt Axel Ockenfels. Der Klimawandel ist für ihn ein internationales Kooperationsproblem. Es sei vergleichsweise leicht, immer ambitioniertere Ziele auszurufen, wie viel CO₂ ein einzelnes Land bis zum Jahre soundso einsparen wolle. Das reiche aber nicht aus, denn es gebe nicht ausreichend Anreize für das einzelne Land, dieses Ziel wirklich zu verfolgen. Und es gibt andererseits quasi keine Strafen, wenn nicht genug reduziert wird. Damit Kooperationen in der Spieltheorie klappen, braucht es etwas, was die Forscher Reziprozität nennen. Gemeint ist: Ich mache das, wenn du es auch machst. Der Klimawandel müsse mit verpflichtenden Regeln für alle Länder angegangen werden, fordert Ockenfels.”