Person: Lange, Jens

Spektrum, 10.07.2018 | Theodor Schaarschmidt

“Geld, Erfolg, Glück in der Liebe – wenn jemand besser dran ist als wir, werden wir schnell gelb vor Neid. Doch warum müssen wir unsere eigenen Leistungen immer an denen anderer messen? […] »Neidisch werden wir, wenn wir uns mit einer anderen Person vergleichen und dabei feststellen: Sie ist uns überlegen in dem, wie sie ist, was sie besitzt oder erreicht hat«, erklärt der Sozialpsychologe Jan Crusius von der Universität Köln. »Besonders schmerzhaft wird es dann, wenn wir unser Gegenüber als besonders ähnlich wahrnehmen und die entsprechenden Ziele eine hohe persönliche Relevanz für uns besitzen.« Entscheidend ist offenbar der Impuls: »Das könnte auch ich sein!«”

Spektrum, 13.04.2018 | Theodor Schaarschmidt

“Stolz ist ein schwer zu fassendes Phänomen. Auch, weil es in so mannigfaltiger Form auftritt: Mal sind wir stolz auf eigene Verdienste, mal auf die anderer, die wir aber durch diesen kognitiven Kniff dann doch wieder als unsere eigenen verbuchen. Einige Menschen sind sogar stolz auf Dinge, die völlig jenseits ihrer Wirksphäre liegen, auf ihre Ethnie etwa oder auf ihr Herkunftsland. […] Doch wozu dient Stolz überhaupt? Die beiden Kölner Sozialpsychologen Jens Lange und Jan Crusius haben ihn für ihre Forschungsarbeit mit einem anderen Laster in Beziehung gesetzt: dem Neid. In einer Reihe von Studien ergründeten die Forscher das zwiespältige Wesen von Neid wie von Stolz. »Beide Emotionen interagieren miteinander«, erläutert Jan Crusius seine Hypothese. In ihrem Zusammenspiel hätten sie dann eine wichtige soziale Funktion: »Sie helfen uns dabei, Status auszuhandeln und diesen auch zu kommunizieren.«”

Deutschlandradio, 22.09.2016 | Pia Rauschenberger

„Der Sozialpsychologe Jens Lange sammelt für seine Studien Geschichten über Situationen, in denen Menschen neidisch waren. […] Aus den Neidgeschichten, die [er] gesammelt hat, konnte er zwei verschiedene Neidformen destillieren. Er nennt sie den bösartigen und den gutartigen Neid.”

New Scientist, 01.05.2016 | o.A.

„Not all grandiose narcissists seem able to cash in on the benefits of their personality trait, however. ‘Sometimes they can be disliked by others,’ says Lange. To explore why this might be, he and Jan Crusius, a colleague at the University of Cologne, looked at research into possible subgroups of grandiose narcissists. Some are characterised by ‘narcissistic admiration’, others by ‘narcissistic rivalry’ – the former being driven by hope for success, the latter by fear of failure.”

www.runnersworld.com, 05.01.2015 | Scott Douglas

„As Jens Lange and Jan Crusius, of Germany’s University of Cologne write, in contrast to English, many languages have different words for different types of envy. […] Lange and Crusius call the first form of envy ‘benign envy’ and the latter ‘malicious envy’. Using a questionnaire designed to assess the two forms of envy, they found that runners who tend toward benign envy had better results at the Cologne Marathon than those whose disposition is more suited to malicious envy.”